Dem „Deutschen“ Volke? Ein Feldexperiment mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages zur Untersuchung der Zugänglichkeit politischer Eliten für Bürger mit Migrationshintergrund

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Die Bundesrepublik Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, Diskriminierung aufgrund der ethnischen Abstammung zu bekämpfen. Fraglich ist, inwieweit dieser Anspruch von der politischen Elite selbst erfüllt wird. Mittels eines im Sommer 2018 durchgeführten Feldexperiments wird in dieser Bachelorarbeit untersucht, ob Deutsche mit Migrationshintergrund von Bundestagsabgeordneten beziehungsweise deren Büros seltener, langsamere und kürzere Antworten auf Bürgeranfragen erhalten. Die Daten zeigen, dass Bürger mit Migrationshintergrund statistisch signifikant seltener eine Antwort erhielten und diese Antwort im Schnitt kürzer ausfiel. Dieser Effekt verstärkte sich, je negativer die Partei des Abgeordneten gegenüber Migration eingestellt war. Außerdem erhielten Bürger mit Migrationshintergrund von Abgeordneten mit Migrationshintergrund sogar häufiger eine Antwort als autochthone Deutsche. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Theorie der Taste-Based-Discrimination nach Becker auch auf das Verhältnis der politischen Elite zu Bürgern in Deutschland anwendbar ist.
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Dokumententyp:
Wissenschaftliche Abschlussarbeiten
Fakultät / Institut:
Fakultät für Gesellschaftswissenschaften » Institut für Politikwissenschaft
Dewey Dezimal-Klassifikation:
300 Sozialwissenschaften » 320 Politik » 323 Bürgerliche und politische Rechte
Stichwörter:
Migrationshintergrund, Migration, Deutscher Bundestag, Diskriminierung, correspondence study
Beitragender:
Prof. Dr. Goerres, Achim [Gutachter(in), Rezensent(in)]
Sprache:
Deutsch
Kollektion / Status:
E-Publikationen / Dokument veröffentlicht
Dokument erstellt am:
08.08.2018
Dateien geändert am:
14.11.2018
Medientyp:
Text
Lizenz:
Quelle:
Bachelorarbeit im Institut für Politikwissenschaft, Fakultät für Gesellschaftswissenschaften, Universität Duisburg-Essen