Braasch, Timm:

Herabsetzung des Risikos einer Rissbildung abschnittsweise hergestellter brückenüberbauten aus Beton

Duisburg-Essen (2003), I/4, 170 S.
Dissertation / Fach: Bauwissenschaften
Fakultät für Ingenieurwissenschaften » Bauwissenschaften
Dissertation
Abstract:
Beim Entwurf einer Brücke gewinnt die Dauerhaftigkeit eine immer größere Bedeutung. Die-ses liegt unter anderem darin begründet, dass Instandhaltungsmaßnahmen in der Regel deut-lich später erforderlich sind und somit die laufenden Kosten reduziert werden. Ein rissefreier Beton stellt hierbei die Idealvorstellung eines dauerhaften Bauteils dar. Die zur Verfügung stehenden Normen befassen sich jedoch nicht explizit mit dem jungen Beton mit seiner hohen Rissneigung, sodass die Normen als optimierendes Bemessungswerkzeug ent-fallen. Dieses kann auch nicht im Sinne der Normen sein, da die Werkstoffparameter des jun-gen Betons vielfältig und einer großen Streuung unterworfen sind. Bei abschnittsweise hergestellten Brückenüberbauten aus Beton stellen die schnell veränderli-chen Eigenschaften des jungen Betons eine große Rissgefahr da. Ich habe gezeigt, dass es ei-nerseits einfache Einflussmöglichkeiten gibt und dass andererseits die Rissgefahr realitätsnah untersucht und beurteilt werden kann. Als Werkzeuge zur Risskontrolle habe ich die Variation der Wärmedämmung der Schalung und der Frischbetontemperatur vorgestellt. Parameterstudien dieser Art können nur bauwerks-bezogen erstellt werden, da die Randbedingungen und vor allem auch der Beton, sich nur sel-ten gleichen. Anhand der Temperatur-Spannungsprüfmaschine können die Ergebnisse der Parameterstudie verifiziert werden. Da die Randbedingungen dieser Prüfmaschine nahezu beliebig einstellbar sind, können realistische Szenarien nachgefahren werden, sodass von einer hohen Qualität der Ergebnisse für die Berechnung auszugehen ist. In Hinblick auf eine Erhöhung der Dauerhaftigkeit ist davon auszugehen, dass die Kosten der-art aufwändiger Untersuchungen sich letztlich rentieren.

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