Rinke, T.; Bauer, T.; Metzger, A.; Robinson-Mallett, C.; Eschbach, R.; Pohl, K.:

Einsatz von Modellen für das risikominimierende, anforderungsbasierte Testen von Softwaresystemen (ranTEST).

In: Tagungsband zur Statuskonferenz Forschungsoffensive "Software Engineering 2006"
Leipzig (2006)
Buchaufsatz / Kapitel / Fach: Wirtschaftswissenschaften
Abstract:
Testen ist die stichprobenartige Ausführung von Software zum Zweck der Fehlerfindung oder zum Nachweis bestimmter Qualitätseigenschaften. Selbst dann, wenn möglichst repräsentati-ve und fehlersensitive Testfälle ausgewählt wurden, kann es im Feldeinsatz des Systems zu Fehlverhalten kommen. Die Häufigkeit und die Folgeschwere des Auftretens von Fehlverhal-ten während des Betrachtungszeitraums bestimmen das mit dem Einsatz einer Software ver-bundene Risiko. Risikobasierte Testansätze berücksichtigen das mit dem Einsatz des Soft-waresystems verbundene Risiko der Nichterfüllung der Qualitätsanforderungen. Existierende Ansätze zur Risikobestimmung nutzen Expertenschätzungen zur Bestimmung der Häufigkeit und Schwere von Softwarefehlverhalten. Eine Änderung der Schadenswahrscheinlichkeit während der Entwicklung (z.B. wenn Defekte in der Software korrigiert werden) erfordert eine Neubestimmung der Schätzwerte. Um diese kontinuierliche Neubestimmung des Risikos zu ermöglichen, wird im ranTEST-Projekt die Entwicklung eines neuartigen Risikomodells vorgeschlagen. Das Risiko wird über verschiedene Indikatoren quantifiziert und auf spezielle Qualitätseigenschaften bezogen. Insbesondere werden Testergebnisse noch während der Ent-wicklung genutzt, um die Risikobewertung anzupassen. Dadurch wird es möglich eine ent-wicklungsbegleitende Risikoeinschätzung durchzuführen und die Planung von konstruktiven und analytischen Qualitätssicherungsmaßnahmen anzupassen.