Der Einfluss des Aufgabeneinsatzes im Biologieunterricht auf die Lernleistungen der Schüler – Ergebnisse einer Videostudie.

In: Zeitschrift für Didaktik der Naturwissenschaften: ZfDN ; Biologie, Chemie, Physik, Jg. 14 (2008), S. 263-283
ISSN: 0949-1147
Zeitschriftenaufsatz / Fach: Biologie
Fakultät für Biologie » Didaktik der Biologie
Abstract:
Obwohl seit langem die Forderung nach einer Weiterentwicklung der Aufgabenkultur für den
Unterricht im Fach Biologie besteht, liegen bislang keine empirisch abgesicherten Erkenntnisse
darüber vor, in welchem Umfang Aufgaben im Biologieunterricht eingesetzt werden, welche
Merkmale sie haben und wie sich unterschiedliche Ausprägungen dieses Aufgabeneinsatzes auf
die Leistungsentwicklung der Schüler auswirken. In einer Feldstudie in 45 Gymnasialklassen der
Jahrgangsstufe 9 im Fach Biologie wurde der Einsatz von Aufgaben mittels Videoanalyse untersucht.
Die Ergebnisse zeigen, dass der Biologieunterricht überwiegend durch die Bearbeitung
von Aufgaben gekennzeichnet ist und dass ein zeitlich umfangreicherer Einsatz von Aufgaben
insbesondere bei leistungsschwachen Klassen auch mit einem höheren Lernzuwachs assoziiert ist.
In der Betrachtung einzelner Aufgabenmerkmale wird deutlich, dass die eingesetzten Aufgaben
meist einen geringen kognitiven Anspruch besitzen und dass zu ihren Lösungen vielfach lediglich
Kurzantworten erforderlich sind. Zusammenhänge zwischen den kognitiven Anforderungen der
eingesetzten Aufgaben und der Leistungsentwicklung der Schüler werden im Beitrag diskutiert.

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