Reconfiguration of user interface models for monitoring and control of human computer systems

München: Hut (2012), 242 S.
ISBN: 978-3-8439-0440-7
Dissertation / Fach: Informatik
Fakultät für Ingenieurwissenschaften » Informatik und Angewandte Kognitionswissenschaft
Zugl.: Duisburg, Essen, Univ., Diss., 2011
Abstract:
Ziel der Arbeit ist es, eine Modellierungsplattform zur Benutzerschnittstellenrekonfiguration zu entwerfen und zu realisieren, die eine formale Grundlage für die Bewertung der Rekonfiguration für ingenieurwissenschaftliche Systeme und ihre Computer-basierten Modelle aus Sicht der Angewandten Kognitionswissenschaften im Rahmen der Mensch-Computer Interaktion bietet. Hierzu wurde mit dem UIEditor-Rahmenwerk eine Architektur entworfen und realisiert, die die (Re-)konfiguration von Ein- und Ausgabeschnittstellen unterstützt, die zur Erzeugung neuer Benutzerschnittstellen dient und es erlaubt, den Systemprozess mit ihnen zu simulieren und damit den Entwurf in Hinsicht auf ein Prozessziel oder Aufgabenmodell zu validieren. Dabei wird die Benutzerschnittstelle nach ihrem physikalischen Aussehen und dem funktionellen Zweck, nämlich eingabeseitig der Auslösung von Aktionen, die den Prozess von einem aktuellen in einen folgenden Zustand überführen, bzw. ausgabeseitig der Repräsentation von Prozesszuständen über die Werte gewisser Parameter unterschieden. Es wird eine neue visuelle Sprache zur Modellierung von Benutzerschnittstellen formal eingeführt, die ihre Semantik durch eine Abbildung auf Referenznetze erhält. Dies ermöglicht eine musterbasierte, kontextabhängige und formale Rekonfiguration, die die Fähigkeiten und Vorgaben des Nutzers berücksichtigt und Eingabefehler vermeiden hilft. Die Sprache erlaubt es in ihrer Allgemeinheit auch, mobile, verteilte, kooperative multimodale Mensch-Computer Schnittstellen zu (re-)konfigurieren und zu simulieren. Die Annahme, dass Benutzerschnittstellenrekonfiguration die Fehlerhäufigkeit bei Eingaben reduziert, die Mensch-Computerkommunikation verbessert und die Akzeptanz und Motivation des Nutzers erhöht, wird in mehreren Studien auch in einer interdisziplinären Zusammenarbeit mit den Ingenieurwissenschaften und der Psychologie belegt.