Mehaibes, Nagham Naji:

The comparison between IHSDM and NSM to assess the safety performance of two-lane rural roads

Duisburg, Essen (2012), XII, 169 S.
Dissertation / Fach: Bauwissenschaften
Fakultät für Ingenieurwissenschaften » Bauwissenschaften » Bauingenieurwesen » Straßenbau und Verkehrswesen
Duisburg, Essen, Univ., Diss., 2012
Abstract:
Diese Forschungsarbeit hat als Ziel, die Sicherheitseffizienz zweispuriger Landstraßen in Deutschland (NRW) zu berechnen und insbesondere die Unfallfaktoren auf diesen Straßen zu ermitteln. Nach intensiver Literaturrecherche wurde festgestellt, dass das in den USA entwickelte Interactive Highway Safety Design Model (IHSDM) für weitere Untersuchungen genutzt werden kann. Die anfänglichen Untersuchungen haben ergeben, dass IHSDM ein vielversprechendes Sicherheits- und Bewertungsinstrument für zweispurige Landstraßen in Deutschland ist. Unfalldaten aus den Jahren zuvor zeigen, dass das IHSDM Informationen bereitstellt, die es erlauben, Maßnahmen zu benennen, um die Unfallzahlen zu verringern. Zudem bietet es vom Ansatz her eine gute Basis für die „Kalibrierung vor Ort“.
Die Untersuchungen haben ergeben, dass das IHSDM für den allgemeinen Gebrauch in Deutschland angepasst werden muss. Vor allem müssen das Crash Prediction Module (CPM) kalibriert werden, eine Design-Policy-Datei basierend auf den lokalen Richtlinien entwickelt werden und eine Import-Routine für die Straßengeometrie und die Unfalldaten entwickelt werden.
Das Ziel dieser Forschungsarbeit ist, einen Vergleich der IHSDM -Methode mit der Methode„Network Safety Management NSM“herzustellen. NSM ist eine Methode, die auf den deutschen Richtlinien für Sicherheitsanalysen von Straßennetzen ESN basiert. Sie analysiert Straßennetze, wobei die Verkehrssicherheit im Blickpunkt steht, und hilft dem Straßenverkehrsamt die Abschnitte mit dem höchsten Sicherheitspotenzial innerhalb des Netzes zu erfassen, beispielsweise wenn zu erwarten ist, dass eine Verbesserung der Infrastruktur in hohem Maße kosteneffizient ist. Allerdings liefert NSM nur indirekt Ansatzpunkte für eignete Maßnahmen, die aus den umfassenden Analysen der Unfälle abgeleitet werden müssen. Somit bietet es sich an, ein an deutsche Verhältnisse angepasstes IHSDM für die Untersuchung von Unfällen und die Entwicklung von Reduktionsstrategien einzusetzen.
In der vorliegenden Studie wurden beide Methoden ein systematischer Algorithmus zur Feststellung des Unfallrisikos im Untersuchungsgebiet entwickelt. Der Algorithmus hilft, ausschlaggebende Unfallfaktoren und Streckenabschnitte, die eine hohe Unfallgefahr besitzen, zu identifizieren. Er bietet sowohl geographische als auch statistische Analysen zu Unfallereignissen, wie zum Beispiel einer Kartierung der "Sicherheitsanalyse von Straßennetzen ESN" sowie statistischer Methoden wie der "Clusteranalyse".