Eine Architektur zur Spezifikation von Sprachen und Werkzeugen für die Unternehmensmodellierung

In: Modellierung betrieblicher Informationssysteme : Proceedings der MobIS-Fachtagung 1999 : (Rundbrief der GI-Fachgruppe 5.10 ; 6,1) / Sinz, Elmar (Hrsg.)
Bamberg (1999), S. 154-169
Buchaufsatz / Kapitel / Fach: Wirtschaftswissenschaften
Abstract:
Bei der Planung, Entwicklung und Einführung betrieblicher Informationssysteme werden vielfältige Modelle verwendet. I.d.R. sind die für unterschiedliche Zwecke (strategische Planung, Organisationsgestaltung, Systementwurf ...) eingesetzten Modelle aber nur für einen kleinen Kreis von Betrachtern verständlich. Das führt zu Kommunikationsproblemen, Inkonsistenzen zwischen unterschiedlichen Modellen und vermeidbarer Doppelarbeit. Im vorliegenden Beitrag wird eine Architektur zur Spezifikation von Sprachen für die Unternehmensmodellierung vorgestellt, die diesem Problem entgegenwirkt. Sie beinhaltet eine erweiterbare Menge dedizierter Modellierungssprachen. Jede dieser Sprachen kann als eine Fachsprache angesehen werden, die für eine bestimmte Aufgabenstellung bewährte Begriffe und eine eingängige graphische Notation bietet. Die Definition der Sprachen erfolgt durch Metamodelle und zusätzliche formale Integritätsbedingungen. Um eine konsistente Bearbeitung verschiedener Teilmodelle zu unterstützen und zudem Code-Generierung und Simulationen zu ermöglichen, werden die Metamodelle mit Hilfe von Objektmodellen für den Entwurf einer integrierten Modellierungsumgebung rekonstruiert. Neben der Spracharchitektur werden in dem Beitrag Teile der Metamodelle sowie Beispiele für die Anwendung der Modellierungssprachen dargestellt.