Frank, Ulrich; Klein, Stefan; Krcmar, Helmut; Teubner, Alexander:
Aktionsforschung in der Wirtschaftsinformatik: Einsatzpotentiale und Einsatzprobleme
In: Wirtschaftsinformatik und Wissenschaftstheorie. Grundpositionen und Theoriekerne : Arbeitsberichte des Instituts für Produktion und Industrielles Informationsmanagement / Schütte, Reinhard; Siedentopf, Jukka; Zelewski, Stephan (Hrsg.). - Essen: Universität Essen, 1998, S. 71 - 90
Buchaufsatz/Kapitel in Sammelwerk / Fach: Wirtschaftswissenschaften
Titel:
Aktionsforschung in der Wirtschaftsinformatik: Einsatzpotentiale und Einsatzprobleme
Autor(in):
Frank, Ulrich im Online-Personal- und -Vorlesungsverzeichnis LSF anzeigen; Klein, Stefan im Online-Personal- und -Vorlesungsverzeichnis LSF anzeigen; Krcmar, Helmut; Teubner, Alexander
Erscheinungsjahr
1998
Erschienen in:
Wirtschaftsinformatik und Wissenschaftstheorie. Grundpositionen und Theoriekerne : Arbeitsberichte des Instituts für Produktion und Industrielles Informationsmanagement / Schütte, Reinhard; Siedentopf, Jukka; Zelewski, Stephan (Hrsg.). - Essen: Universität Essen, 1998, S. 71 - 90
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Abstract:

Die Wirtschaftsinformatik (WI) ist eine junge Disziplin, deren Konturen sich erst noch formieren. Es ist deshalb nicht überraschend, das zum aktuellen Zeitpunkt noch kein Konsens über die einzusetzenden Forschungsmethoden herrscht. Die Fachvertreter, die sich aus Mutter- und Nachbardisziplinen wie vor allem der Informatik, den Wirtschaftswissenschaften und den Ingenieurwissenschaften rekrutieren, haben sich deshalb häufig an naturwissenschaftlichen Forschungsmethoden orientiert, welche diese Disziplinen dominieren. Während im angelsächsischen Raum, vor allem in Großbritannien, qualitative Forschungsmethoden und insbesondere die Aktionsforschung eine nicht zu vernachlässigende Bedeutung haben, ist in der WI bisher keine nennenswerte Orientierung in dieser Richtung zu verzeichnen. Der vorliegende Beitrag untersucht deshalb das Wesen der Aktionsforschung und möchte Einsatzpotentiale und -probleme dieser Forschungsmethode eruieren. Dazu wird, ausgehend von einer Charakterisierung der Aktionsforschung, diese gegen die analytisch-nomologischen naturwissenschaftlichen Forschungsmethoden abgegrenzt. Anknüpfend an den Spezifika der Aktionsforschung wird dann die Eignung der Aktionsforschung für ausgewählte Fragestellungen der WI exemplarisch diskutiert und anhand von Anwendungserfahrungen beurteilt. Der Beitrag schließt mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Einsatzchancen und -probleme der Aktionsforschung aus wissenschaftlicher Sicht und der Frage, welchen spezifischen Beitrag Aktionsforschung für die Entwicklung des Theorienbestands der WI leisten könnte.