Zur psychologischen Wirkung und Akzeptanz generisch maskuliner Personenbezeichnungen und deren Alternativen in juristischen Texten

In: : Psychologische Rundschau : offizielles Organ der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) ; zugleich Informationsorgan des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP), Jg. 58 (2007) ; Nr. 3, S. 190-200
ISSN: 0033-3042, 2190-6238
Zeitschriftenaufsatz / Fach: Psychologie
Abstract:
Die vorliegende Studie untersucht die Akzeptanz verschiedener Personenbezeichnungsformen in einem juristischen Originaltext. In einer Online-Studie bearbeiteten Versuchsteilnehmende (N = 88) einen Lückentext, in dem sie an vorgegebenen Stellen aus verschiedenen Personenbezeichnungsformen - generisch maskulinen, geschlechterindifferenten sowie Beidnennungen - jeweils eine möglichst passende auswählten. Die selbst gestalteten Texte wurden anschließend von den Teilnehmenden hinsichtlich ihrer Verständlichkeit und Geschlechtergerechtigkeit bewertet. Die Ergebnisse der Lückentextbearbeitung zeigen eine breite Akzeptanz geschlechterindifferenter Bezeichnungsformen. Diese realisieren zudem die Anforderung der Verständlichkeit und Geschlechtergerechtigkeit amtlicher Texte am besten. Möglichkeiten einer so genannten kreativen Lösung, das heißt der flexiblen und kontextabhängigen Verwendung verschiedener Bezeichnungsformen in einem Text, werden anhand des untersuchten Rechtstextes aufgezeigt.