Schmidt, Sara Maria:
Organozinkchemie : von der Aktivierung kleiner Moleküle zu Mehrkernkomplexen
Duisburg, Essen, 2011
Dissertation2011Chemie
Fakultät für Chemie » Anorganische Chemie
Titel:
Organozinkchemie : von der Aktivierung kleiner Moleküle zu Mehrkernkomplexen
Autor(in):
Schmidt, Sara Maria
Erscheinungsort
Duisburg, Essen
Erscheinungsjahr
2011
Umfang
267 S.
DuEPublico ID:
URN:
Signatur der UB
Notiz:
Duisburg, Essen, Univ., Diss., 2011

Abstract:

Im Verlauf dieser Arbeit werden zahlreiche neue Zinkkomplexe unter Verwendung von N,N'- und N,O-chelatisierenden Liganden synthetisiert, strukturell charakterisiert und hinsichtlich ihrer chemischen Reaktivität untersucht. Amidinat-, Amidat- und ß-Diketiminatzinkkomplexe sind hierbei nicht nur aus akademischer Sicht interessant, sondern darüber hinaus werden sie auch in der Polymerchemie auf einen potentiellen Einsatz als Katalysatoren sowie als Precursoren für materialwissenschaftliche Studien geprüft. Durch die Reaktion von ZnMe2 mit Carbodiimiden wurden mehrkernige Amidinatzinkkomplexe synthetisiert und strukturell charakterisiert. Durch Änderung der Reaktionszeit und -temperatur ist es möglich den relativen Anteil eines gewünschten Produktes zu maximieren. Ein möglicher Mechanismus zur Bildung der mehrkernigen Komplexe wurde postuliert. Mit Isocyanaten reagiert ZnMe2 dagegen unter Insertion in die Zn-Me-Bindung und Bildung eines heteroleptischen Amidatzinkkomplexes. Cp*2Zn reagiert mit zwei Äquivalenten Carbodiimid oder CS2 zu den entsprechenden homoleptischen Komplexen. Des Weiteren können heteroleptische Amidinatzinkkomplexe in quantitativer Ausbeute durch Ligandenaustausch- oder Methaneliminierungsreaktion synthetisiert werden. Mittels Substitutions-, Additions- und Insertionsreaktionen wurde die Reaktivität dieser Verbindungen untersucht. Interessanterweise führen geringe Mengen an Wasser bei der Umsetzung mit Cp*2Zn mit CS2 bzw. CO2 zu Komplexen des Typs [Zn4(µ2-O)(E2CCp*)6] (E = O, S). Die Reaktivität von ß-Diketiminatzinkkomplexen sollte ebenfalls im Rahmen dieser Arbeit untersucht werden. Durch Insertions-, Additions- und Substitutionsreaktionen wurde die Reaktivität von [MesnacnacZn2 untersucht. Während Umsetzungen mit Carbodiimiden, Isoyanaten und Thioisocyanaten zu den entsprechenden Insertionsprodukten führten, verläuft die Reaktion von MesnacnacH mit TmsN3 unter Substitution von TmsH.