Erkenntnisgewinnung durch Experimente

In: chimica et ceterae artes rerum naturae didacticae, Jg. 37 (2011) ; Nr. 104, S. 6-27
ISSN: 1864-3523, 0172-7567
Zeitschriftenaufsatz / Fach: Chemie
Fakultät für Chemie » Didaktik der Chemie
Abstract:
In diesem Artikel werden die Ergebnisse zweier Studien aus dem Blickwinkel der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung zusammengefasst. Dabei wird aus Test- und Videodaten auf den Ist-Zustand der Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern verschiedener Altersstufen geschlossen. Die Daten stammen zum einen aus Kleingruppenarbeitsphasen in 7. Klassen an Gymnasien, zum andern aus dem Regelunterricht der 10. Klasse an Realschulen. Die Daten belegen, dass bekannte Defizite weiterhin vorliegen: Schülerinnen und Schüler gehen bei der selbstständigen Arbeit nur eingeschränkt hypothesengeleitet vor und die Hypothesenprüfung erfolgt in der Regel nur in Bestätigungsexperimenten. Ursachen könnten zumindest teilweise auch in der Experimentierkultur im Regelunterricht ausgemacht werden. Ein großer Anteil der Experimente ist nach wie vor durch kochbuchartige Vorschriften gekennzeichnet und dient häufig nicht der Hypothesenprüfung, auch wenn insgesamt relativ viele Schülerexperimente durchgeführt werden.

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