Bedingungen der Perspektivenuebernahme.

Bielefeld: Universität Bielefeld (1990), 183 S. : graph. Darst.
Dissertation / Fach: Psychologie
Fakultät für Bildungswissenschaften » Institut für Psychologie » Allgemeine Psychologie und Sozialpsychologie
zugl. Bielefeld, Univ., Diss., 1990
Abstract:
In drei Studien werden Faktoren, die der Perspektivenuebernahme hinderlich bzw. foerderlich sind, untersucht. In den ersten beiden Studien stand die Frage im Mittelpunkt, inwieweit die Beschaeftigung mit einer bedrohlichen Person gegensaetzlich zur Perspektivenuebernahme ist und wie sich der Grad der Bedrohlichkeit einer Zielperson auf die gedankliche Auseinandersetzung mit ihr auswirkt. In Studie III werden Bedingungen analysiert, die der Perspektivenuebernahme guenstig sind. An Studie I nahmen insgesamt 63 vorwiegend studentische Versuchspersonen teil, an Studie II 39 und an Studie III 40. Perspektivenuebernahme und gedankliche Beschaeftigung mit einer bedrohlichen Zielperson erwiesen sich als zwei gegensaetzliche Prozesse der Personwahrnehmung. Die Perspektivenuebernahme war vor allem von zwei grundsaetzlichen Faktoren abhaengig, naemlich von der Qualitaet dieser Zielperson und vom persoenlichen Hintergrund des Beobachters. Perspektivenuebernahme wurde dann erschwert, wenn die Zielperson als bedohlich empfunden wurde und wenn gleichzeitig keine Ausweichmoeglichkeiten vorhanden waren. Als bedrohlich wurden insbesondere solche Personen erlebt, die in einer unklaren Beziehung zum Beobachter standen. Als beguenstigend fuer die Perspektivenuebernahme erwiesen sich die Selbstaufmerksamkeit des Beobachters und sein persoenlicher Hintergrund.

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