Leutner, Detlev; Funke, Joachim; Klieme, Eckhard; Wirth, Joachim:

Problemloesefaehigkeit als faecheruebergreifende Kompetenz.

In: Problemloesekompetenz von Schuelerinnen und Schuelern. Diagnostische Ansaetze, theoretische Grundlagen und empirische Befunde der deutschen PISA-2000-Studie. / Klieme, Eckhard; Leutner, Detlev; Wirth, Joachim (Hrsg.)
1. Aufl., Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwiss. (2005), S. 11-19
ISBN: 3-531-14736-6
Buchaufsatz / Kapitel / Fach: Psychologie
Fakultät für Bildungswissenschaften
Abstract:
Die Problemloesekompetenz wird als eine facheruebergreifende Kompetenz, die im Rahmen einer nationalen Ergaenzung zum internationalen Testprogramm der Program for International Student Assessment-(PISA-)2000-Studie in Deutschland zusaetzlich zu den fachbezogenen Kompetenzen erfasst wurde, diskutiert. Verschiedene Ansaetze, die Problemloesen als Konzept und Forschungsgegenstand der kognitiven Psychologie bzw. der differenziellen Psychologie behandeln, werden skizziert. Dabei wird deutlich gemacht, dass die kognitive Betrachtungsweise den Fokus auf die Denkprozesse legt, die zum Verstehen einer gegebenen Problemsituation fuehren und eine erfolgreiche Bearbeitung gewaehrleisten. Aus differenzialpsychologischer Sicht interessiert vor allem der Zusammenhang und die Abgrenzung von Problemloesekompetenz und Intelligenz bzw. fachbezogener Kompetenz. Die auch im Rahmen der PISA-2000-Studie beruecksichtigten Unterschiede zwischen analytischen und dynamischen Aspekten des Problemloesens und die Bedeutung der Selbstregulation beim dynamischen Problemloesen werden erlaeutert.