Die Verletzung der Konjunktionsregel beim Schaetzen von Wahrscheinlichkeiten: Ergebnisse eienr Forschungsdekade zum "Conjunction Fallacy"-Problem.

In: Bericht ueber den 38. Kongress der Deutschen Gesellschaft fuer Psychologie in Trier 1992. Band 2. / Montada, Leo (Hrsg.)
Göttingen [u.a.]: Hogrefe, Verl. für Psychologie (1993), S. 247-254
ISBN: 3-8017-0667-2
Buchaufsatz / Kapitel / Fach: Psychologie
Fakultät für Bildungswissenschaften
Abstract:
Es wird ein Literaturueberblick ueber die Forschung zum "conjunction fallacy"-Problem gegeben. Inhaltlich bezieht sich dieses Problem auf die Tatsache, dass Personen unter bestimmten Bedingungen dazu tendieren, die Wahrscheinlichkeit eines konjunktiven Ereignisses hoeher einzuschaetzen als die eines Einzelereignisses. Dies verstoesst jedoch gegen eine Grundregel der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Zunaechst wird das grundlegende Forschungsparadigma nach A. Tversky und D. Kahnemann beschrieben. Dann werden die wichtigsten Befunde der relevanten sozial- und kognitionspsychologischen Forschung von 1984 bis 1991 (insgesamt 36 Arbeiten) referiert. Anschliessend wird ein Vorschlag zur Aufloesung des Konjunktionsproblems unterbreitet, und es wird eine Pilotuntersuchung vorgestellt, in der ueberprueft wurde, in welchem Ausmass Uminterpretationen der Aufgabenstellung beim Auftreten eines Konjunktionsfehlers eine Rolle spielen.

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