Roth, Marcus; Seiffge-Krenke, Inge; Kollmar, Frank:

Eignen sich Vaeter und Muetter zur Einschaetzung der Symptombelastung von Soehnen und Toechtern?. Diskrepanzen zur Selbsteinschaetzung der Jugendlichen im laengsschnittlichen Verlauf.

In: Zeitschrift fuer Klinische Psychologie, Jg. 26 (1997) ; Nr. 3, S. 201-209
ISSN: 0084-5345
Zeitschriftenaufsatz / Fach: Psychologie
Fakultät für Bildungswissenschaften » Institut für Psychologie
Abstract:
Es werden Ergebnisse einer vierjaehrigen Laengsschnittstudie dargestellt, in der die psychopathologische Symptombelastung Jugendlicher anhand ihres Selbsturteils sowie der Aussagen beider Eltern erhoben wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass die 228 untersuchten Jugendlichen generell mehr psychische Symptome angaben als beide Eltern (insgesamt 387 Elternteile), wobei Muetter im Vergleich zu Vaetern ueber alle Messzeitpunkte hinweg ein hoeheres Ausmass an Symptombelastung wahrnahmen. Korrelationen zwischen den verschiedenen Beurteilern zeigten, dass die Elterneinschaetzungen recht hoch miteinander korrelierten, waehrend sich nur schwache Uebereinstimmungen zwischen dem Selbsturteil der Jugendlichen und dem ihrer Eltern zeigten; die Uebereinstimmungen mit dem Urteil der Muetter waren deutlich hoeher. Die Befunde weisen zudem darauf hin, dass vor allem Eltern maennlicher Jugendlicher nur wenig Einblick in deren Symptombelastung haben. Dies wird vor dem Hintergrund der veraenderten Enthuellungsbereitschaft Jugendlicher gegenueber ihren Eltern diskutiert. (

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