Seiffge-Krenke, Inge; Roth, Marcus; Skaletz, Christian:

Praediktoren von lebenslanger Delinquenz. Welche Bedeutung haben fruehere familiaere Belastungen, kindliche Delinquenz und maladaptive Copingstile zur Unterscheidung von Gefaengnisinsassen mit unterschiedlicher Schwere der Delinquenz?.

In: Polizei & Psychologie : Kongressband der Tagung "Polizei & Psychologie" am 3. und 4. April 2006 in Frankfurt am Main : Band 2 : (Schriftenreihe Polizei & Wissenschaft) / Lorei, Clemens (Hrsg.)
Frankfurt am Main: Verl. für Polizeiwiss. (2007)
ISBN: 978-3-935979-84-9, 3-935979-84-3
Buchaufsatz / Kapitel / Fach: Psychologie
Fakultät für Bildungswissenschaften » Institut für Psychologie
Abstract:
Ausgehend von der theoretischen und praktischen Relevanz der Unterscheidung zwischen jugendgebundener und persistierender Delinquenz wird ueber eine empirische Studie zur Identifizierung relevanter Merkmale fuer persistierende Delinquenz berichtet. An 241 maennlichen Straftaetern wurden Daten zu frueher Delinquenz, belastenden Lebensereignissen, Bewaeltigungsstilen und Persoenlichkeitsvariablen mittels verschiedener Verfahren erhoben. Dabei wurde ermittelt, dass sich Straftaeter mit langen Haftstrafen von solchen mit kuerzerer Haftdauer in der Persoenlichkeitsstruktur sowie im Bewaeltigungsverhalten unterschieden. Frueheres aggressives, antisoziales Verhalten leistete keinen substanziellen Anteil zur Gruppentrennung, waehrend das Ausmass schwerer familiaerer Belastungen, und maladaptive Bewaeltigungsstile substanzielle Beitraege leisteten. Es wird geschlussfolgert, dass Interventionsansaetze verstaerkt den Zusammenhang zwischen mal-adaptiven Bewaeltigungsstilen und schweren Belastungen beruecksichtigen sollten.

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