Ueberpruefung des Youth Self-Report an einer nichtklinischen Stichprobe.

In: Zeitschrift fuer Differentielle und Diagnostische Psychologie, Jg. 21 (2000) ; Nr. 1, S. 105-110
ISSN: 0170-1789
Zeitschriftenaufsatz / Fach: Psychologie
Fakultät für Bildungswissenschaften » Institut für Psychologie
Abstract:
Die deutschsprachige Version des "Youth Self-Report" (YSR) wurde einer nichtklinischen Stichprobe von 352 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren vorgegeben und im Hinblick auf Reliabilitaet (interne Konsistenz), Skaleninterkorrelationen und Anwendbarkeit der amerikanischen Normierung ueberprueft. Die Skalen "Sozialer Rueckzug", "Koerperliche Beschwerden", "Soziale Probleme", "Schizoid/zwanghaft" und "Aufmerksamkeitsstoerungen" wiesen nur ungenuegende und fuer die Individualdiagnostik unbefriedigende interne Konsistenzen (Cronbachs alpha < .70) auf. Zudem zeigten die Ergebnisse, dass im Vergleich zur amerikanischen Normierungsstichprobe etwa zwei- bis dreimal so viele Jugendliche dieser Studie in den oberen Wertebereich des YSR fielen. Die Interpretation individueller Werte anhand amerikanischer Normen fuehrt daher zu einer deutlichen Ueberschaetzung der psychischen Symptombelastung und sollte somit in der Individualdiagnostik keine Anwendung finden.

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