Mensch-Computer-Interaktion.

In: Lehrbuch der Medienpsychologie / Mangold, Roland (Hrsg.)
Göttingen [u.a.]: Hogrefe, Verl. für Psychologie (2004), S. 643-671
ISBN: 3-8017-1489-6
Buchaufsatz / Kapitel / Fach: Psychologie
Fakultät für Ingenieurwissenschaften » Informatik und Angewandte Kognitionswissenschaft
Abstract:
Ausgehend von der Frage, inwieweit es sich bei einem Computer um ein Medium handelt, wird die Geschichte der Entwicklung der verschiedenen Interface-Gestaltungen der Mensch-Computer-Interaktion (etwa Maschinensprache, Command language, grafische Benutzeroberflaeche, Dialog-Metapher der natuerlichsprachlichen Interaktion, anthropomorphe Schnittstellen, virtuelle Realitaet, augmented reality) unter Beruecksichtigung der Beitraege der Psychologie nachgezeichnet. Folgende medienpsychologische Kernaspekte im Rahmen der Untersuchung von Mensch-Computer-Interaktion werden beleuchtet: (1) Modelle der Interaktion, bei denen das Zusammenwirken von Mensch und Computer als rueckgekoppelter Prozess im Sinne systemtheoretischer Konzeptionen oder orientiert an der menschlichen Face-to-Face-Kommunikation als Dialog verstanden wird, (2) Konzepte zur Modellierung des Nutzers (etwa GOMS-Modell, mentale Modelle), (3) Erkenntnisse zu unabhaengigen Variablen (Gestaltung des Outputs), zu abhaengigen Variablen (Effizienz, Effektivitaet, Akzeptanz) und zu potentiell moderierenden Variablen (Aufgabe und Benutzertypen) als Basis fuer eine benutzerangepasste Gestaltung. Als aktuelle Entwicklungen im Bereich der Interface-Gestaltung werden Ansaetze zur virtuellen Realitaet, die etwa das Erleben dieser Realitaeten durch das Telepraesenz-Modell konzeptualisieren, sowie der Einsatz von anthropomorphen Interface-Agenten beschrieben.