Arbeitsgedaechtnisleistungen bei unterschiedlich guten Rechnern im Kindergartenalter.

In: Psychologie in Erziehung und Unterricht., Jg. 53 (2006) ; Nr. 4, S. 263-274
ISSN: 0342-183X
Zeitschriftenaufsatz / Fach: Psychologie
Fakultät für Bildungswissenschaften » Institut für Psychologie
Abstract:
Es wird die Frage untersucht, ob Kinder mit sehr guten mathematischen Leistungen ueber besser entwickelte, leistungsfaehigere Arbeitsgedaechtnissysteme verfuegen. Gestuetzt auf das Arbeitsgedaechtnismodell von Baddeley wurde dies in einer Studie mit insgesamt 60 Kindergartenkindern fuer das Subsystem der phonologischen Schleife und die zentrale Exekutive ueberprueft. Im ersten Schritt wurden die Arbeitsgedaechtnisleistungen von Kindern einander gegenuebergestellt, die in einem Rechentest sehr gute Leistungen (PR > 88) versus durchschnittliche Leistungen (38 < PR< 62) zeigten. Im zweiten Schritt wurden die mathematischen Leistungen im Zusammenhang mit der Intelligenz der Kinder analysiert. Dafuer wurden Kinder mit hoher (IQ > 125) und durchschnittlicher (IQ 85 - 115) Intelligenz verglichen. Sehr gute mathematische Leistungen erreichten Kinder mit hoher als auch durchschnittlicher Intelligenz. Vergleicht man die Arbeitsgedaechtnisleistungen der Kinder mit hoher und durchschnittlicher mathematischer Leistung, zeigen sich Unterschiede. Bezieht man die Intelligenz ein, reduzieren sich diese. Nur Kinder mit sehr guten mathematischen Leistungen und ueberdurchschnittlicher Intelligenz verfuegen ueber besser entwickelte Arbeitsgedaechtnissysteme. Sehr gute mathematische Leistungen sind jedoch auch ohne diese Leistungsvorteile moeglich, was auf den Einsatz effektiverer Strategien verweist.

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