Bewaeltigung des Todes bei terminal Erkrankten im mittleren Erwachsenenalter.

In: Zeitschrift fuer Gerontologie, Jg. 25 (1992) ; Nr. 1, S. 32-36
ISSN: 0044-281X
Zeitschriftenaufsatz / Fach: Psychologie
Fakultät für Bildungswissenschaften » Institut für Psychologie » Entwicklungspsychologie
Abstract:
In halbstrukturierten Interviews wurden Formen der Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod bei sechzig chronisch Kranken erfasst. Es dominierten kognitive Umstrukturierungen, wie etwa die gedankliche Auseinandersetzung mit dem nahen Tod und das Betonen positiver Aspekte. Die Todesnaehe hatte Einfluss auf die Art der Auseinandersetzung: sowohl Patienten, die zum Zeitpunkt der Untersuchung kurz vor ihrem Tod standen, als auch diejenigen, die lange ueberlebten (laenger als ein Jahr), machten sich ihre Situation kaum bewusst und suchten keine Aussprache. Diese Auseinandersetzungsformen waren jedoch ausgepraegt bei solchen Patienten, denen noch etwa ein halbes Jahr Lebenszeit verblieb.