Brand, Matthias; Kalbe, Elke; Kessler, Josef:

TKS Test zum kognitiven Schaetzen : [Testmappe mit Manual, 10 Testboegen und Bildkarten in Spiralbindung]

Göttingen: Beltz (2003)
Buch / Monographie / Fach: Angewandte Kognitionswissenschaften
Fakultät für Ingenieurwissenschaften » Informatik und Angewandte Kognitionswissenschaft
Abstract:
Diagnostische Zielsetzung:
Mit dem TKS kann die Kompetenz im kognitiven Schaetzen erfasst werden. Die Testleistung im TKS eignet sich insbesondere zur Diskriminierung zwischen Demenzpatienten (Alzheimer und Wernicke-Korsakow-Syndrom) und kognitiv-mnestisch unbeeintraechtigten Personen.

Aufbau:
Der TKS besteht aus 16 Schaetzaufgaben, wobei sich jeweils vier Aufgaben auf die Dimensionen Groesse, Gewicht, Anzahl und Zeit beziehen.

Grundlagen und Konstruktion:
Der Test wurde in Anlehnung an den "Cognitive Estimation Test" (CET) von Shallice und Evans (1978) entwickelt, wobei darauf geachtet wurde, dass in den Aufgaben alle im Alltag relevanten Inhaltsbereiche abgedeckt werden und lediglich numerische Einschaetzungen erforderlich sind. Als Inhaltsbereiche wurden die Dimensionen Groesse, Gewicht, Anzahl und Zeit festgelegt. In Voruntersuchungen wurden aus einem groesseren Itempool diejenigen Aufgaben ausgewaehlt, die fuer kognitiv-mnestisch unbeeintraechtige Personen moeglichst leicht und Alzheimer-Patienten moeglichst schwer sind. Damit sollte ermoeglicht werden, dass der TKS moeglicht gut zwischen Gesunden und Demenzpatienten differenzieren kann. Ausserdem wurde darauf geachtet, dass die Items eine moeglichst grosse inhaltliche Bandbreite der zugrundeliegenden Dimension repraesentieren.

Empirische Pruefung und Guetekriterien:
Reliabilitaet: Die interne Konsistenz (Cronbachs Alpha) des Verfahrens liegt bei .77.
Validitaet: Die Konstruktvaliditaet wurde anhand von Korrelationen zwischen dem TKS und anderen neuropsychologischen Verfahren ueberprueft (Subtest "Allgemeines Wissen" aus dem HAWIE-R, MMST, LPS, FAS-Test). Ausserdem konnte die differentielle Validitaet anhand von Patientengruppen (Alzheimer, Wernicke-Korsakoff-Syndrom, Schizophrenie, Depression) sowie einer kognitiv-mnestisch unbeeintraechtigten Kontrollgruppe belegt werden.
Normen: Es liegen Vergleichswerte von 171 kognitiv-mnestisch unbeeintraechtigten Probanden, 50 Alzheimerpatienten, 50 Patienten mit alkoholbedingtem Wernicke-Korsakow-Syndrom, 26 schizophrenen Patienten des paranoiden Typus und 23 depressiven Patienten vor.

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