Kalbe, Elke; Brand, Matthias; Kessler, Josef; Calabrese, Pasquale:

Der DemTect in der klinischen Anwendung. Sensitivitaet und Spezifitaet eines kognitiven Screeninginstruments. The DemTect in clinical practice: The sensitivity and specificity of a cognitive screening instrument.

In: Zeitschrift fuer Gerontopsychologie und -psychiatrie, Jg. 18 (2005) ; Nr. 3, S. 121-130
ISSN: 1011-6877
Zeitschriftenaufsatz / Fach: Angewandte Kognitionswissenschaften
Fakultät für Ingenieurwissenschaften » Informatik und Angewandte Kognitionswissenschaft
Abstract:
Kognitive Screeningtests sind hilfreiche Instrumente zur Unterstuetzung der Demenzdiagnose. Der im Jahr 2000 eingefuehrte "DemTect" stellt ein im deutschsprachigen Raum mittlerweile vielfach angewendetes Screeningverfahren dar, das mit dem Ziel entwickelt wurde, moeglichst sensitiv zu sein und damit Demenzen in Fruehstadien sowie leichte kognitive Stoerungen (Mild Cognitive Impairment, MCI) erkennen zu koennen. Bisherige Befunde zur Anwendung des "DemTects" bei verschiedenen Indikationen werden unter besonderer Beruecksichtigung der Frage nach Sensitivitaet und Spezifitaet des Verfahrens dargestellt und es wird weiterer Forschungsbedarf aufgezeigt. Zusammenfassend hat sich der "DemTect" bislang sowohl im Rahmen der Diagnostik von Demenzsyndromen unterschiedlicher Aetiologie - Alzheimer Demenz und vaskulaere Demenz - als auch bei Patienten mit MCI bewaehrt. Erste positive Ergebnisse zur Anwendbarkeit bei dementen Parkinsonpatienten liegen ebenfalls vor. In allen Studien zeichnet sich der "DemTect" durch eine besonders hohe Sensitivitaet fuer demenzassoziierte kognitive Stoerungen aus. Eine entsprechende Empfehlung des Verfahrens wurde auch in die deutschen Richtlinien zur Diagnose und Therapie der Alzheimer Demenz und Demenz mit Lewy-Koerperchen aufgenommen.