Brand, Matthias; Markowitsch, Hans J.:
Neuropsychologie von Gedaechtnisstoerungen.
2005
In: Forum Logopädie : Zeitschrift des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V., Jg. 19 (2005), Heft 4, S. 20 - 26
Artikel/Aufsatz in Zeitschrift2005Angewandte Kognitionswissenschaft
Fakultät für Ingenieurwissenschaften » Informatik und Angewandte Kognitionswissenschaft
Titel:
Neuropsychologie von Gedaechtnisstoerungen.
Autor(in):
Brand, MatthiasLSF; Markowitsch, Hans J.
Erscheinungsjahr
2005

Abstract:

Einzelne Aetiologien von Gedaechtnisstoerungen und deren neuropsychologische Profile werden beispielhaft zusammengefasst, wobei vor allem auf Stoerungen des Gedaechtnisses bei Demenzpatienten eingegangen wird. Gedaechtnisstoerungen (Amnesien) sind die haeufigste Folge von Hirnschaeden. Dabei kann sowohl die Faehigkeit, neue Informationen laengerfristig abzuspeichern, als auch der Abruf von Inhalten aus dem Altgedaechtnis betroffen sein. Den Inhalt betreffend sind Stoerungen des episodischen und des semantischen Gedaechtnisses die prominentesten Symptome. Aufgrund der auf Hirnebene netzwerkartigen Organisation des Gedaechtnisses koennen Amnesien infolge sehr unterschiedlicher Hirnschaedigungen entstehen. So koennen selbst selektive Schaeden einzelner gedaechtnisrelevanter Strukturen gravierende Gedaechtniseinbussen verursachen. Bei Demenzen, die zumeist mit umfassenden neuralen Aenderungen einhergehen, gehoeren Gedaechtnisstoerungen zu den Kardinalsymptomen.