Join Point Designation Diagrams : a visual design notation for join point selections in aspect oriented software development

Duisburg, Essen (2010), XXI, 181 S., 1 CD-ROM
Dissertation / Fach: Informatik
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften » Fachgebiet Informatik » Datenverwaltungssysteme und Wissensrepräsentation
Unland, Rainer (Doktorvater, Betreuerin)
Kienzle, Jörg (GutachterIn)
Dissertation
Abstract:
Die Kommunikation und der Wissensaustausch zwischen Softwareentwicklern über Programmspezifikationen ist eine essentielle Notwendigkeit in großen Softwareprojekten. Softwareentwickler müssen den Sinn und Zweck eines (Teil)Programms richtig erfassen, bevor sie in der Lage sind, das (Teil)Programm richtig einzubinden bzw. weiterzuentwickeln. Join Point Selektionen in der aspektorientierten Softwareentwicklung (auch "Pointcuts" genannt) sind ein Beispiel für Programmspezifikationen, die schnell komplex werden – insbesondere dann, wenn sie Selektionsbedingungen enthalten, die sich auf die Laufzeitvergangenheit eines Programms beziehen. Die Spezifikationen solcher Join Point Selektionen sind oft schwer zu verstehen, da Softwareentwickler eine Vielzahl kleiner Spezifikationsfragmente und ihre Abhängigkeiten analysieren müssen, bevor sie den Sinn und Zweck einer Join Point Selektion erfassen können.

Diese Dissertation präsentiert Join Point Designation Diagrams (JPDDs) als eine Lösung für das Problem. JPDDs sind eine grafische Notation, die eine Vielzahl von Selektionstechniken aus aktuellen aspektorientierten Programmiersprachen vereinigt. JPDDs ermöglichen es, unter Berücksichtigung gängiger konzeptioneller Sichten auf die Programmausführung relevante Selektionsbedingungen besonders hervorzuheben. Dabei stellen JPDDs Bedingungen, die sich auf die Laufzeitvergangenheit eines Programms beziehen, unzersplittert dar. JPDDs können von Softwareentwicklern unterschiedlicher Programmiersprachen benutzt werden, um ihre Join Point Selektionen zu spezifizieren und so das Verständnis der Join Point Selektionen – und damit die Kommunikation und den Wissensaustausch zwischen Softwareentwicklern – zu vereinfachen.

Diese Dissertation weist mit Hilfe eines kontrollierten empirischen Experiments nach, dass JPDDs tatsächlich in der Lage sind, das Verständnis von Join Point Selektionen zu vereinfachen. Dazu werden JPDDs mit äquivalenten Pointcut-Spezifikationen in einer aspektorientierten Programmiersprache verglichen. Das Experiment zeigt, dass JPDDs in der Mehrzahl der Fälle vorteilhaft sind. Nur in wenigen Ausnahmen konnte kein Vorteil im Vergleich zu der aspektorientierten Programmiersprache beobachtet werden.

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