Entwicklung und Stand der Disziplinen Wirtschaftsinformatik und Information Systems : Interpretative Auswertung von Interviews: Teil 3: Ergebnisse zur Wirtschaftsinformatik

Essen: Institut für Informatik und Wirtschaftsinformatik (ICB), Universität Duisburg-Essen (2006) (ICB research report ; 4), VI, 94 S.
Buch / Monographie / Fach: Wirtschaftswissenschaften
Abstract:
Zur Rekonstruktion der Entwicklung und des Status der Disziplin Wirtschaftsinformatik
	(WI) wurden sechs Interviews mit namhaften Forschern und Zeitzeugen
	der WI durchgeführt. Dieser Forschungsbericht enthält die Interpretation
	der zugehörigen Interviewtranskriptionen und präsentiert die Ergebnisse
	entsprechend der thematischen Strukturierung des Interviewleitfadens.
	Er betrachtet dabei u. A. die Gründung der Disziplin, typische Forschungsmethoden
	und -gegenstände, die Entwicklung der Lehre und die Bedeutung der
	Praxisorientierung. Es wird dabei deutlich, dass die WI von den befragten
	Wissenschaftlern als durchaus erfolgreiche Disziplin eingeschätzt
	wird. Die Sichtbarkeit der WI als eigenständige Disziplin in der
	Praxis und in der internationalen Forschung ist jedoch offenbar eher
	gering. Kennzeichnend ist – nach der Einschätzung der Befragten –
	weiterhin die insgesamt zurückhaltende Diskussionskultur bzgl. geeigneter
	Forschungsmethoden und eines gemeinsamen visionären Forschungsziels.
	Die geführten Diskussionen weisen weiterhin darauf hin, dass die
	dedizierte Praxis- und Gestaltungsorientierung das Profil der WI
	prägt.
	
	
	
	In order to reconstruct the development and status of the Information
	Systems (Wirtschaftsinformatik, WI) discipline in German speaking
	countries six interviews were conducted with renowned WI researchers
	in Germany and Austria. This report provides an overview of the interpretive
	research results based on the interview transcripts. The results
	are presented according to the topical structure of the interview
	schedule, including the foundation of the discipline, typical research
	methods and subjects of research, the development of teaching, and
	the role of relevance to practice. The results indicate that the
	WI discipline perceives itself as a successful discipline. However,
	the visibility as a distinct discipline in the eyes of practitioners
	and the international research community seems to be rather limited.
	Most interviewees agree that a rather limited culture of debates
	on appropriate research methods and a common visionary goal of research
	are typical for the WI discipline. The discussions indicate that
	the prominent role of relevance to practice and design oriented research
	approaches have shaped the field.

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