Brandenburg, Tobias Ralf:

Nachweis hämodynamischer Veränderungen der Arteria subclavia und der Arteria radialis unter Positionsmanövern bei klinisch asymptomatischen Patienten

Duisburg, Essen (2010), 67 Bl.
Dissertation / Fach: Medizin
Medizinische Fakultät » Universitätsklinikum Essen » Klinik für Neurologie
Diener, Hans Christoph (Doktorvater, Betreuerin)
Osswald, Brigitte (GutachterIn)
Zugl.: Duisburg, Essen, Univ., Diss., 2010
Abstract:
Nachweis hämodynamischer Veränderungen der Arteria subclavia und der Arteria radialis unter Positionsmanövern bei klinisch asymptomatischen Patienten - Abstract: Hintergrund: Die Effekte von Positionsmanövern auf die Ergebnisse Doppler- und Duplex-sonographischer Untersuchungen zur Diagnostik des Thoracic-Outlet-Syndroms sind umstritten. Ziel unserer Studie war es die hämodynamischen Veränderungen der Arteria subclavia und Arteria radialis unter Positionsmanöver bei klinisch-asymptomatischen Patienten zu untersuchen. Methodik: 80 Probanden wurden nach Geschlecht und in Altersblöcken gestaffelt nach klinisch-neurologischer Untersuchung in insgesamt 36 verschiedenen Positionen doppler- und duplexsonographisch untersucht, wobei die Untersuchungen beidseits, im Sitzen und Liegen durchgeführt wurden. Es wurden ausschliesslich nicht-parametrische statistische Verfahren verwendet. Bei Durchführung von paarweisen Mehrfachvergleichen wurde bei der Beurteilung der Signifikanz eine Bonferroni-Adjustierung vorgenommen. Ergebnisse: Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede bezüglich des Geschlechts, der Händigkeit sowie hinsichtlich der Untersuchungsposition (sitzend/liegend). Grundsätzlich zeigte sich eine mit zunehmendem Alter niedriger werdende durchschnittliche arterielle Flussgeschwindigkeit. Bei 35% der Probanden zeigte sich eine lokale Flusserhöhung in der Arteria subclavia während des Hyperabduktionsmanövers, was vermutlich auf eine funktionelle Stenosierung zurückzuführen ist. Das Costoklavikular-Manöver, der Adson-Test sowie die Messungen in Reperfusionsposition zeigten keine statistisch signifikanten Flussveränderungen. Positionsinduzierte pathologische verminderte Flusswerte zeigten sich insgesamt nur bei 2% der Probanden. Schlussfolgerung: Wir schlussfolgern hieraus, dass die Rate von falsch positiven hämodynamischen Befunden bei klinisch asymptomatischen Probanden in der Normalbevölkerung insgesamt gering ist. Die hier vorgelegte Untersuchung stützt somit den Stellenwert der Ultraschalluntersuchung in der Diagnostik des Thoracic-Outlet-Syndroms.