Online- und Präsenzelemente in hybriden Lernarrangements kombinieren

In: Handbuch E-Learning / Hohenstein, Andreas; Wilbers, Karl (Hrsg.)
Grundwerk Dez. 2001, Köln: Deutscher Wirtschaftsdienst (2001), S. Kap. 4.5, S. 1-19
ISBN: 978-3-87156-298-3
Buchaufsatz / Kapitel / Fach: Erziehungswissenschaften
Abstract:
Lange Zeit ist das Lernen mit Computern und Netzen als Alternative zu Seminaren
und anderen etablierten Formen von Lehrveranstaltungen betrachtet
worden. Doch E-Learning und mediengestütztes Lernen interessiert
zunehmend als Element in hybriden Lernarrangements, bei denen technologiebasierte
Lernangebote mit verschiedenartigen personalen Dienstleistungen
kombiniert werden, um eine möglichst hohe Effektivität und
Effizienz zu erreichen. Dabei wird deutlich, dass E-Learning wesentlich
mehr ist, als Texte und multimediale Materialien auf Server in einemIntraoder
Internet »einzustellen«. Eine solche Herangehensweise blendet die
Problematik der didaktischen Konzeption von Lernmedien schlicht aus;
sie gefährdet den erzielbaren Lernerfolg und die potenziell gegebene Effizienzsteigerung,
die durch den Medieneinsatz möglich wird.
Bei der systematischen Ableitung der mediendidaktischen Konzeptionen
solcher Arrangements geht es um die Frage, mit welcher Art von didaktischer
Aufbereitung die Wissenskommunikation und -konstruktion angeregt
werden kann, und welche personalen Dienstleistungen (wie z. B. die
tutorielle Betreuung über das Internet) und Präsenzelemente diese Prozesse
begünstigen. Diese spielen in hybriden Lernarrangements eine wesentliche
Rolle, sie haben allerdings ein anderen Stellenwert als in konventionellen
Bildungsmaßnahmen und sind folglich anders anzulegen.