Medien in der Erziehungswissenschaft: Status und Probleme

In: MedienPädagogik : Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung, (2003) ; Nr. 7, S. 1-13
ISSN: 1424-3636
Zeitschriftenaufsatz / Fach: Erziehungswissenschaften
Abstract:
In allen Bildungskontexten sind in den letzten Jahren viele Medienprojekte
initiiert worden, in denen die Möglichkeiten digitaler Medien für die
Bildung untersucht werden und mit denen zum Teil weitreichende
Hoffnungen auf die Erneuerung des Bildungswesens verknüpft sind.
Zunehmend wird dabei deutlich, dass die neuen Medien keineswegs
zuverlässig oder gar automatisch zu bestimmten Veränderungen im
Bildungssektor führen und dass die Einführung neuer Medien nicht zu
revolutionären Umwälzungen der Bildungsarbeit beitragen wird. Im
Gegenteil – die Bildungspraxis – in allen Sektoren – hat «Lehrgeld» zahlen
müssen: Viele Vorhaben haben ihre Erwartungen nicht vollständig erfüllen
können, durchaus interessante und zukunftsweisende Vorzeigeprojekte
stehen vor der Aufgabe der nachhaltigen Sicherung ihrer Entwicklungen.
Die neuen Medien sind folglich kein «Treatment» für die Bildung, welches
– richtig dosiert und appliziert – zuverlässig bestimmte «Behandlungserfolge
» nach sich zieht. Für Erziehungswissenschaftler/innen relativ
selbstverständlich: Es bedarf einer genauen didaktischen Planung und der
Sicherung der organisatorischen Rahmenbedingungen, um die intendierten
Effekte wahrscheinlich zu machen (Kerres 2003).
Ich möchte im Folgenden auf den Status und die Probleme der Mediennutzung
in der Erziehungswissenschaft eingehen und zwar insbesondere in
der erziehungswissenschaftlichen Lehre an Hochschulen. Dabei soll
zunächst die Sicht der Studierenden und danach der Status der Aktivitäten
bei Medienprojekten mit erziehungswissenschaftlicher Themenstellung
betrachtet werden.

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