Lernen in Second Life betreuen

In: Grundlagen der Weiterbildung - Praxishilfen
74. Erg.-Lfg. Dez. 2008, Neuwied: Luchterhand (2008), S. 6.90.240, S. 1-14
ISBN: 3-472-50520-6
Buchaufsatz / Kapitel / Fach: Erziehungswissenschaften
Abstract:
Es gibt hinreichend Gründe, warum das Lernen in Second Life betreut werden
sollte. Die personale Betreuung von Teilnehmenden eines virtuellen
Lernangebotes kann sich auch in Second Life förderlich auf den Lernprozess
auswirken: Es werden Kommunikationsanlässe zur Förderung des
interpersonellen Diskurs zwischen den Lernenden initiiert und die Lernangebote
an reale Entscheidungssituationen gekoppelt. Auf diese Weise werden die
Lernenden bei der Kompetenzentwicklung unterstützt. Die Erwartungen und
Wünsche von Lernenden zielen vor allem auf Lernszenarien, die Kreativität,
Aktivität, Exploration und Spaß ermöglichen. Daher sind Szenarien, Lernorte
und –objekte zu entwickeln, die von Lernenden (mit)gestaltet werden können
und das „Eintauchen“ in die virtuelle Welt ermöglichen.
Bei der Gestaltung virtueller Lernszenarien in Second Life werden vielfältige
Anforderungen an die Betreuung gestellt. Eine wesentliche Herausforderung
besteht darin, die Potenziale virtueller Welten auszuschöpfen und die
Erwartungen der Lernenden zu berücksichtigen. Voraussetzung hierfür sind
Kompetenzen wie etwa hinsichtlich spezifischer Kommunikations- und
Verhaltensregeln in virtuellen Welten sowie die Durchführung bestimmter
Analyse- und Spezifikationsschritte (Zielgruppenanalyse, Wahl von
didaktischen Methoden und Medien etc.), um die richtige Passung der Bereuung
hinsichtlich des Lernszenarios vorzunehmen.