Geiger, Jan Henning:

Scoresysteme in der Intensivmedizin : das Therapeutic intervention Score System (TISS 28) und Sequential Organ Failure Assessment (SOFA)

Duisburg, Essen (2006), 76 Bl.
Dissertation / Fach: Medizin
Medizinische Fakultät » Universitätsklinikum Essen » Klinik für Unfallchirurgie
Waydhas, Christian (Doktorvater, Betreuerin)
Eikermann, Matthias (GutachterIn)
Dissertation
Abstract:
In der vorgelegten Untersuchung wurde die Anwendbarkeit des Therapeutic Intervention Score System (TISS) sowie des Sequential Organ Failure Assessment (SOFA)-Scores an 176 intensivmedizinischen Traumapatienten untersucht und miteinander verglichen. Die Vorhersagefähigkeit für das Outcome in Bezug auf Überleben und Liegedauer auf Intensivstationen wurde für den TISS und SOFA analysiert und Ihren abgeleiteten Größen wie Delta und Maximum Scores gegenübergestellt. In Bezug auf die Eckdaten mit einer Geschlechterverteilung von 72% Männern und 28% Frauen und einer Gesamtmortalität von 14,2% sind unsere Zahlen mit denen in anderen größeren Score-Studien vergleichbar. Wir konnten zeigen das der TISS Score bei Traumapatienten gut anwendbar ist und eingeschränkt auch als Prognosetool dienen kann. Es zeigte sich das verstorbene Patienten signifikant höhere TISS Werte im vergleich mit den Überlebenden aufwiesen. Ebenso zeigte der Aufnahme TISS eine Korrelation mit der Liegezeit auf der Intensivstation. Dies war sogar etwas höher als die des verglichenen SOFA Scores. Eine genauere Vorhersagemöglichkeit bot sich bei seriellem, täglichem Scoring und den vom SOFA und TISS abgeleiteten Größen wie der „Maximum-Scores“. Hier korreliert z.B. ein Maximum TISS mit der Liegezeit mit 0,47 und liegt somit aber wieder knapp hinter den Ergebnissen des Maximum SOFA (0,536). Als Drehpunkt für den SOFA erwies sich der dritte Tag des Intensivaufenthalts: Bei den Überlebenden stagnierten bzw. sanken der Score bei den Verstorbenen stieg dieser. Beide Scoresysteme haben weiterhin Ihre Berechtigung in der Intensivmedizin, am besten in Kombination, so dass therapeutische Maßnahmen einerseits überwacht, andererseits Organdysfunktionen mit entsprechenden Maßnahmen beantwortet werden.

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