Veltjens, Barbara:

Pädagogische Qualität im Kontext von Qualitätsmanagement : Themen, empirische Analysen, Forschungs- und Handlungsbedarfe

Duisburg, Essen (2009), 194 S.
Dissertation / Fach: Erziehungswissenschaften
Fakultät für Bildungswissenschaften » Institut für Berufs- und Weiterbildung (IBW)
Dollhausen, Karin (Doktorvater, Betreuerin)
Seitter, Wolfgang (GutachterIn)
Zugl.: Duisburg, Essen, Univ., Diss., 2009
Abstract:
Die vorliegende Dissertation versteht sich als entwicklungs- und praxisorientierter Beitrag im Feld der öffentlich geförderten Weiterbildung. Sie ist diskursiv angelegt, an den Belangen der Praxis ausgerichtet und verbindet diese mit einer theoretischen Diskussion und Positionierung. Für die Veröffentlichung wurde eine leichte Kürzung vorgenommen.

Inhaltlich fokussiert die Arbeit auf die Frage nach organisatorischen und pädagogischen Qualitätsansprüchen. Pädagogisches Wissen und Handeln definiert die Autorin – für den Bereich der öffentlich geförderten Bildungseinrichtungen – als Querschnittswissen und -handeln und schreibt jedem Handeln in pädagogischen Organisationen eine Professionsbezogenheit zu.

Vor dem Hintergrund der vielfältigen Zwecke und Legitimationen von Bildungsorganisationen fordert die Autorin eine rückhaltlose Zusammenführung
organisationsbezogener und pädagogischer Perspektiven für das Wissen und Handeln in pädagogische Organisationen. Diese, vielfach als Differenz diskutierten unterschiedlichen Handlungsperspektiven, interpretiert die Autorin als eine duale Einheit. Diese duale Einheit beinhaltet zwar die unterschiedlich motivierten Perspektiven, lebt aber zugleich in einem wechselseitigen Abhängigkeitsverhältnis voneinander und generiert das jeweils Andere mit.

Die theoretische Diskussion und der praxis- und verwendungsorientierte Ansatz der Arbeit unterstreicht im Ergebnis die hohe Bedeutung von kommunikativen Aushandlungsprozessen sowie die Forderung nach einer strikt reflexiv kommunikativen Gleichzeitigkeit der Bezugnahme auf organisationale und pädagogische Qualitätsansprüche.

Das Design der Arbeit ist prozessorientiert und reflexiv ausgerichtet. Methodische Vorstöße liegen in der Verbindung einer qualitativen Datenerhebung durch Experteninterviews mit einer Variante von Handlungsforschung, hier einem durch die Autorin selbst moderierten Arbeitsprozess in einer 
Weiterbildungsorganisation.

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