Hoch qualifizierte MigrantInnen. Der Kern einer transnationalen Mittelklasse?

In: Transnationale Karrieren. Biografien, Lebensführung und Mobilität. / Kreutzer, F.; Roth, S. (Hrsg.)
1.Auflage, Wiesbaden: VS Verlag (2006), S. 283-300
ISBN: 3-531-14701-3, 978-3-531-14701-7
Buchaufsatz / Kapitel / Fach: Soziologie, Sozialwissenschaften
Abstract:
Dieser Beitrag vergleicht die Klassenlage von hoch qualifizierten Migranten und Migrantinnen, die überwiegend mit einer Green Card in Deutschland tätig sind (im Beitrag „Green-Card-Halterlnnen“) mit der von hoch qualifizierten Deutschen, die von ihren Arbeitgebern ins Ausland entsandt wurden (im Beitrag „expats“;genannt). Unter den MigrantInnen mit akademischem Bildungstitel (L. Auriol/J. Sexton 2002) stellen beide Grappen eine kleine Minderheit dar. Sie zählen zu den Pendel- oder TransmigrantInnen, die nach Bedarf zwischen mehreren Ländern wechseln. Ungewöhnlich ist außerdem, dass MigrantInnen als qualifizierte Arbeitskräfte weltweit gefragt sind, denn häufig werden Bildungstitel durch die Migration (R. M. Friedberg 2000) bzw. die Ausländergesetzgebung (U. Erel 2003; G. Wittgen 2004) entwertet, so dass migrierte Akademiker auf unqualifizierten Arbeitsplätzen beschäftigt sind.