Pihl, C.; Ott, N.; Erlinghagen, Marcel:

Effizienz und Qualität in der ambulanten Gesundheitsversorgung. Möglichkeiten und Grenzen eines Hausarztsystems.

In: Wirtschaftspolitik in offenen Demokratien. Festschrift für Uwe Jens. / Neumann, L.F.; Romahn, H. (Hrsg.)
Marburg: Metropolis (2005), S. 265‐278
ISBN: 3-89518-537-X
Buchaufsatz / Kapitel / Fach: Soziologie, Sozialwissenschaften
Abstract:
Einen wesentlichen Bereich des deutschen Gesundheitssystems stellt die ambulante Versorgung dar, bei der den niedergelassenen Ärzten eine entscheidende Bedeutung zukommt. Zur Verbesserung der Qualität der ambulanten Versorgung und zur Erhöhung der Effizienz des Ressourceneinsatzes ist seit einigen Jahren die Einführung eines so genannten „Hausarztsystems“ auch in Deutschland in der Diskussion. Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit diesem Teilbereich der Gesundheitspolitik insbesondere aus theoretischer Perspektive, um nach den Chancen und Risiken bei der Einführung eines Hausarztsystems sowohl unter dem Gesichtspunkt der Versorgungsqualität als auch der Effizienz zu fragen.

Im internationalen Vergleich verschiedener nationaler Gesundheitssysteme, die bereits seit längerem Erfahrungen mit Hausarztsystemen gesammelt haben, wird insbesondere die Heterogenität der Hausarztsysteme deutlich (Wendt 2003, 243ff). Die konkrete Ausgestaltung eines Hausarztsystems lässt je nach Zielsetzung und Intention unterschiedliche Schwerpunktsetzungen zu und dementsprechend erfolgt auch eine unterschiedliche Gewichtung der verschiedenen Funktionen des Hausarztes. Im Folgenden werden daher zunächst unterschiedliche Funktionen des Hausarztes und seine Wirkungszusammenhänge aus theoretischer Sicht beschrieben. Danach wird die Frage der Kostenwirksamkeit von Hausarztsystemen behandelt um sich anschließend mit der Frage der institutionellen Ausrichtung des Hausarztsystems der BRD, wie es im Gesundheitsmodernisierungsgesetzt verankert wurde, zu beschäftigen.

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