Informelle Arbeit in alternden Gesellschaften. Möglichkeiten und Grenzen des produktiven Alterns

In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 128 (2008) ; Nr. 2, S. 237-259
ISSN: 0342-1783, 1439-121X
Zeitschriftenaufsatz / Fach: Soziologie, Sozialwissenschaften
Abstract:
Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wird den negativen Folgen der gesellschaftlichen Alterung in jüngerer Vergangenheit zunehmend das positive Leitbild des „produktiven Alterns“ gegenübergestellt. Ältere sind demnach auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben nicht nur als Kostenfaktor zu verstehen, sondern leisten gerade im Bereich informeller Arbeit wie dem ehreamtlichen Engagement, der Pflege oder aber der Enkelkinderbetreuung wichtige produktive Beiträge. Der Beitrag zeigt die Chancen aber auch Grenzen des Leitbildes des „produktiven Alterns“ auf und plädiert schließlich für eine Balance zwischen Altersaktivität und -passivität, die sowohl unter ethischen Gesichtspunkten anzustreben als auch aus volkswirtschaftlichen Gründen gerechtfertigt ist.

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