Mekle, Gudrun Christhilde:

Angiographische Wandveränderungen vor und nach Ballondilatation der kongenitalen Aortenisthmusstenose

Duisburg, Essen (2006), 86 Bl.
Dissertation / Fach: Medizin
Medizinische Fakultät » Universitätsklinikum Essen » Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin » Klinik für Kinderheilkunde III
Schmaltz, A. A. (Doktorvater, Betreuerin)
Galal, M. O. (GutachterIn)
Dissertation
Abstract:
In einem Zeitraum von 10 Jahren wurden in der kinderkardiologischen Abteilung des King Faisal Specialist Hospital & Research Centre (KFSH & RC) in Riad, Saudi Arabien 110 Kinder im Alter von 2 Wochen bis 16 Jahren mit einer kongenitalen Aortenisthmusstenose ballondilatiert. Hauptaugenmerk dieser Arbeit sollten die Wandveränderungen der Aorta prä und post-dilatationem sein. So wurden die Cine-Angiogramme der Katheteruntersuchungen entsprechend der Wandveränderungen in die Gruppen der Normalen, der Aneurysmen, des Duktus divertikulums, der Irregularities, der Bulges und der Tears eingeteilt. Darüberhinaus wurden zur besseren Vergleichbarkeit alle Gruppen mit Wandveränderungen in der Gruppe Coanorm zusammengefaßt. In der statistischen Untersuchung, in der mit Hilfe des Wilcoxon Rangsummentest für ungleiche Stichproben geprüft wurde, ob sich eine statistische Signifikanz zwischen den Ratios der ausgewählten Meßpunkten der Gruppe der Normalen und den Gruppen mit Wandveränderungen zeigte, ließ sich bei der Gruppe der Aneurysmen und der zusammengefaßten Gruppe aller Wandveränderungen (Coanorm) ein statistisch aussagekräftiger Wert für p ermitteln. Dies zeigte, daß die Ratio zwischen dem Ballon und den Gefäßdurchmessern am Transverse Arch und am Isthmus low schon einen Einfluß auf die Ausbildung von Aneurysmen haben kann. Weiterhin konnte allerdings gezeigt werden, daß nicht jede Wandveränderung nach Ballondilatation einem Aneurysma gleichzusetzen ist, zumal einige der Wandveränderungen wie z.B. eine Vorwölbung (Bulge) oder eine unregelmäßige Vorwölbung (Irregular Protuberance) schon vor dem Eingriff existierten und sich auch durch die Ballondilatation nicht zu einem Aneurysma ausweiteten.

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