Schmitt-Beck, R.:

Paul Lazarsfeld/Berelson, Bernard/Gaudet, Hazel, The People's Choice. How the Voter Makes Up His Mind in a Presidential Campaign, New York/Lindon 1944.

In: Schlüsselwerke der Politikwissenschaft. / Kailitz, S. (Hrsg.)
1.Auflage, Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwiss. (2007), S. 229-233
ISBN: 978-3-531-14005-6, 3-531-14005-1
Buchaufsatz / Kapitel / Fach: Politikwissenschaft
Abstract:
Die 1944 veröffentlichte, nach der Erhebungsregion oft als Erie County — Studie bezeichnete Untersuchung ist die erste der beiden bahnbrechenden Wahlanalysen der Columbia-Schule der Wahl-, Einstellungs- und Kommunikationsforschung. Zehn Jahre später folgte die so genannte Elmira-Studie (Berelson u.a. 1954). Beide Projekte wurden durchgeführt am Bureau of Applied Social Research (BASR) der New Yorker Columbia University unter der Leitung von Paul Felix Lazarsfeld (1901–1976), einem 1935 in die USA ausgewanderten gebürtigen Österreicher. Ausgebildet als Mathematiker und Psychologe, war Lazarsfeld eine der methodologisch, aber auch wissenschaftsorganisatorisch innovativsten Figuren der empirischen Sozialwissenschaften des 20. Jahrhunderts. Am BASR wurde vielfältigen Fragestellungen nachgegangen. Die Politikforschung machte nur einen kleineren Teil der Aktivitäten aus. Allen seinen Projekten gemeinsam war das Bestreben, mittels innovativer quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden allgemeine Gesetzmäßigkeiten des sozialen Verhaltens zu entdecken (Barton 2001). Das gilt in besonderem Maße auch für die Erie County-Studie, deren Ziel es war, am Beispiel des Wahlkampfes zur amerikanischen Präsidentschaftswahl 1940 die Entstehung individueller Wahlentscheidungen nachzuzeichnen. Die Elmira-Studie vertiefte einige der dabei aufgeworfenen Fragestellungen anhand der Präsidentschaftswahl 1948. Bei beiden Untersuchungen handelte es sich um lokale Fallstudien.

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