Politikfelder und sozialer Wandel, Zur Generalisierbarkeit der Theorie politischer Steuerung.

In: Hamburg Review of Social Sciences., Jg. 1 (2006) ; Nr. 2, S. 179-199
ISSN: 1862-3921
Zeitschriftenaufsatz / Fach: Politikwissenschaft
Abstract:
Die politischen Steuerungstheorien sind häufig aus Fallstudien in bestimmten
Politikfeldern entwickelt worden und nicht ohne weiteres auf andere Bereiche
übertragbar. Gründe dafür sind unterschiedliche Akteursstrukturen, Pfadabhängigkeiten
und institutionelle Arrangements. Wenn man davon ausgeht, dass
Prozesse des sozialen Wandels auf der gesellschaftlichen Makroebene mehr oder
weniger alle Politikbereiche und policys beeinflussen, stellt sich die Frage nach
der Generalisierbarkeit der Theorien der politischen Steuerung (bzw. der der
Governance als der um Akteure der Zivilgesellschaft erweiterten Form politischer
Gestaltung). Das soll an den Beispielen der Sozialpolitik und Medienpolitik –
zwei völlig unterschiedliche Politikfelder – diskutiert werden. Als Fazit kann festgehalten
werden, dass eine Theorie politischer Steuerung nur im Bereich bestimmter
Politikfelder sinnvoll ist.