Braune Brüder im Geiste? Volk und Rasse bei Wagner und Hitler - Ein kritischer Schrift-Vergleich.

1.Auflage, Magburg: Tectum-Verlag (2007), 110 Seiten
ISBN: 3828892523, 978-3828892521
Buch / Monographie / Fach: Politikwissenschaft
Abstract:
Lässt sich eine direkte Linie von der Deutschtümelei und dem Antisemitismus Richard Wagners zum Nationalsozialismus und Judenhass Adolf Hitlers ziehen? Alexander Schmidt bereichert die seit Jahrzehnten intensiv geführte Debatte hierzu in diesem Band mit einem direkten Vergleich theoretischer Schriften beider Autoren. Schon in seinem Aufsatz"Das Judentum in der Musik"hatte Wagner 1850 eine"Verjüdung"sowohl der Kunst, als auch der gesamtgesellschaftlichen Verhältnisse angeprangert und für das Scheitern der 1848er Revolution in seiner Schrift"Was ist deutsch?"von 1865 (die Fertigstellung und Publikation erfolgte 1878) die fremdartigen jüdischen Vertreter verantwortlich gemacht. Schmidt setzt sich dabei von den bisher gesuchten Zugängen ab, die eine Kontinuität von Wagner zu Hitler etwa durch die Vermittlung durch Bayreuthianer und Völkische Kreise, den affektiven Wagnerschen Judenhass oder die Rezeption des musikalischen Werkes Wagners als Judenkarikatur suchen. Aus den Texten Wagners und Hitlers selbst destilliert er, was beide jeweils unter Schlüsselbegriffen wie dem"Wesen"der Deutschen und der Juden verstanden. Bei allen Unterschieden, die zwischen Wagner und Hitler bestehen, stellt der Verfasser auch unleugbare Gemeinsamkeiten fest. Dazu gehören vor allem die Vorstellung von der Erlösung aus Materialismus und Existenzverhaftung und die Umwälzung der als schlecht empfundenen Weltordnung.

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