Eingebettete Interaktion – Symbiose von Mensch und Information.

In: Die Informatisierung des Alltags Leben in smarten Umgebungen. / Mattern, F. (Hrsg.)
1. Auflage, Berlin, Heidelberg: Springer Verlag (2007), S. 77-101
ISBN: 9783540714552, 978-3-540-71454-5
Buchaufsatz / Kapitel / Fach: Informatik; Wirtschaftswissenschaften
Abstract:
Computertechnologie ist bereits in viele Bereiche unseres Lebens
vorgedrungen, und dieser Trend setzt sich weiter fort. In den letzten Jahren hat der
Fortschritt in der Wissenschaft zu neuen Problemlösungen geführt, die eine nahtlose
Einbettung von Rechen- und Kommunikationstechnologien in unsere Alltagswelt
ermöglichen. Flächendeckende Infrastrukturen und spezialisierte Informationsgeräte
sind im Entstehen, was neue Anwendungsfelder der Informatik
nach sich zieht. Durch technologische Entwicklungen im Bereich der Sensoren
und Aktuatoren eröffnen sich insbesondere neue Möglichkeiten für die Gestaltung
von Benutzungsschnittstellen, die in Gegenstände, Kleidung und die Umgebung
eingebettet sind. Zentrale Aspekte sind dabei die implizite Interaktion und das
Konzept der „greifbaren“ Information. Das automatische Erkennen und die Interpretation
von Aktionen und Situationen sowie die Nutzung dieser Information als
implizite Eingabe erlauben eine an den Kontext angepasste Verhaltensweise eines
Systems. Wenn man Daten und Information quasi anfassen kann, wird eine natürliche
Interaktion mit abstrakten Konstrukten möglich.
Für die Entwicklung solcher Systeme existieren noch keine klaren Vorgehensmodelle
und Richtlinien, Forschungsarbeiten in diesen Bereichen konzentrieren
sich auf die Erarbeitung von Grundkonzepten. In den nachfolgend vorgestellten
Arbeiten wird insbesondere aus technischer Sicht auf experimentelle Forschung
im Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion eingegangen. In drei Fallstudien
werden Prototypen für spezifische Interaktionsgeräte, für neue Arten der Interaktion
und für vernetzte interaktive Systeme vorgestellt. Eine Grundanforderung an
interaktive ubiquitäre Systeme ist, dass sich die Interaktion nahtlos in die Tätigkeiten
oder Aktionen des Benutzers einfügt. Mit Bezug auf die Forschungsarbeiten
wird ein damit begründeter Übergang von der Mensch-Maschine-Interaktion zur
Symbiose von Mensch und Information erörtert