Grundsätze ordnungsgemäßer Überschuldungsrechnung.

2.Auflage, Berlin: Schmidt (Erich) (2008), 208 Seiten
ISBN: 9783503063994
Buch / Monographie / Fach: Wirtschaftswissenschaften
Abstract:
Mit dem Band "Grundsätze ordnungsgemäßer Überschuldungsrechnung" wird die neue Schriftenreihe "Schriften zur Rechnungslegung" eröffnet. Es werden Fragen der Rechnungslegung aus ökonomischer und juristischer Sicht behandelt. Mit den Publikationen dieser Reihe erhalten Praktiker aus Unternehmen, Steuerberater und Wissenschaftler theoretisch fundierte Lösungsvorschläge für die Rechnungslegungspraxis.

Überschuldung ist neben Zahlungsunfähigkeit und der drohenden Zahlungsunfähigkeit der dritte Insolvenztatbestand. Aufgrund der enormen ökonomischen und juristischen Konsequenzen des Insolvenzverfahrens bzw. der Insolvenzverschleppung ist es für den Rechtsanwender von grundlegender Bedeutung zu wissen, unter welchen Voraussetzungen der Insolvenztatbestand Überschuldung erfüllt ist. Der Gesetzgeber hat in der Insolvenzordnung die traditionelle zweistufige Überschuldungsdefinition kodifiziert: Auf der ersten Stufe ist festzustellen, ob die Fortführung des Unternehmens überwieg end wahrscheinlich ist. In Abhängigkeit vom Ergebnis dieser Fortbestehensprognose ist auf der zweiten Stufe entweder das Fortführungsvermögen oder das Liquidationsvermögen zu ermitteln.
Die Insolvenzordnung lässt offen, mit welchen Rechnungszielen die Fortbestehungsprognose, das Fortführungs- und das Liquidationsvermögen zu messen sind. In dieser Veröffentlichung werden Grundsätze ordnungsgemäßer Überschuldungsrechnung aus dem betriebswirtschaftlichen Zweck der Überschuldung hergeleitet. Diese sind mit dem gesetzlichen Auslegungsrahmen der Insolvenzordnung vereinbar und bilden damit eine fundierte Grundlage für die Überschuldungsmessung in der Praxis.