Forschungsziele der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre in der Kritik.

In: Zeitschrift für Betriebswirtschaft (ZfB), (2009)
ISSN: 0044-2372, 1861-8928
Zeitschriftenaufsatz / Fach: Wirtschaftswissenschaften
Abstract:
Jochen Hundsdoerfer, Dirk Kiesewetter und Caren Sureth skizzieren in einem ersten Teil ihres Aufsatzes „Forschungsergebnisse in der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre – eine Bestandsaufnahme“ die Forschungsziele der Betriebswirtschaftlichen Steuerlehre und deren Verhältnis zueinander. Ausgehend von einer kritisch-rationalistischen Position in der Deutung von Albert und Gadenne werden in diesem Beitrag Einwände gegen diese Interpretation vorgetragen. Anstelle der Leitlinien „Entscheidungsneutralität“, „Vermeidung unerwünschter Entscheidungswirkungen“ oder „Erreichung gewünschter Entscheidungswirkungen“ sollte der Ausgestaltung des Steuerrechts die Zielsetzung „Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit“ zugrunde gelegt werden. Diese hat auch der Gleichmäßigkeit der Besteuerung zuwider laufende Entscheidungswirkungen der Besteuerung zu berücksichtigen. Deshalb ist eine Steuerwirkungslehre erforderlich, in der tatsächliche Entscheidungswirkungen der Besteuerung untersucht werden sollten. Die von Hundsdoerfer/Kiesewetter/Sureth verwandten neoklassisch fundierten Entscheidungsmodelle sind nach hier vertretener Auffassung zur Abbildung des tatsächlichen Handelns von Steuerpflichtigen nicht geeignet.

Dieser Eintrag ist freigegeben.