Liebhardt, Marc Wolfgang:

Durchführung und Ergebnisse kinderkardiologischer Katheterinterventionen

Duisburg-Essen (2005), 105 Bl.
Dissertation / Fach: Medizin
Medizinische Fakultät » Universitätsklinikum Essen » Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin » Klinik für Kinderheilkunde III
Schmaltz, A. A. (Doktorvater, Betreuerin)
Erbel, Raimund (GutachterIn)
Dissertation
Abstract:
Hintergrund: Diese Studie stellt eine Untersuchung von 239 Patienten, die im Zeitraum vom 1.1.1989 bis 31.12.2004 einer Herzkatheterintervention unterzogen wurden, dar. Untersucht wurden die Ergebnisse und Komplikationen der Dilatation der Pulmonalklappenstenose, der Aortenklappenstenose, der Aortenisthmusstenose, des Verschlusses des persistierenden Ductus arteriosus, des Verschlusses des Vorhofseptumdefektes und der Ballonatrioseptostomie nach Rashkind. Fragestellung: Welche Ergebnisse hinsichtlich Erfolg und Komplikationen konnte die Abteilung für Kardiologie des Zentrum für Kinderheilkunde des Universitätsklinikums Essens in dem untersuchten Zeitraum erarbeiten? Sind diese Ergebnisse mit denen der Literatur vergleichbar? Ergebnisse: Bei der Dilatation der Pulmonalklappenstenose, der Aortenklappenstenose und der Aortenisthmusstenose konnten die Druckgradienten erfolgreich langfristig gesenkt werden. Der dopplersonographisch gemessene Druckgradient liegt bei der Pulmonalklappenstenose nach 4 bis 8 Jahren nach Intervention bei 24,5 ± 10,0 mm Hg, bei der Aortenklappenstenose nach 4 bis 8 Jahren bei 42 ± 16 mm Hg und bei der Aortenisthmusstenose nach 1 bis 2 Jahren bei 18 ± 12 mm Hg. Die Komplikationsrate lag bei der Pulmonalklappenstenose bei 8,3%. Bei der Aortenklappendilatation kam es bei neun behandelten Patienten zu einem Todesfall. Die Komplikationsrate bei der Dilatation der Aortenisthmusstenose lag bei 25%. Der persistierende Ductus arteriosus konnte in 88,9% der Fälle vollständig verschlossen werden, der Vorhofseptumdefekt in 89,4%. Es wurde eine Komplikationsrate von 8,3% bei dem Verschluss des Ductus und eine Komplikationsrate von 5,7% bei dem Verschluss des Vorhofseptumdefektes dokumentiert. Bei der Ballonatrioseptostomie nach Rashkind konnte die arterielle Sauerstoffsättigung statistisch signifikant von 77,3 ± 12,2% auf 85,1 ± 9,3% angehoben werden. Es kam in 32% der Fälle zu Komplikationen. 2 der 37 Patienten (5,4%) verstarben vor Operation. Schlussfolgerung: Die Abteilung für Kardiologie des Zentrum für Kinderheilkunde des Universitätsklinikums Essens liefert Ergebnisse, die den allgemeinen Erwartungen an Erfolgsrate und Komplikationsrate entsprechen. Sowohl die Ergebnisse bezüglich der Erfolgskriterien als auch die Ergebnisse bezüglich der Komplikationen sind mit den Ergebnissen der Literatur vergleichbar.

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