Der Fluch des Zweitbesten: Der Risikostrukturausgleich in der Gesetzlichen Krankenversicherung

In: WiSt - Wirtschaftswissenschaftliches Studium, Jg. 30 (2001) ; Nr. 11, S. 583-587
ISSN: 0340-1650
Zeitschriftenaufsatz / Fach: Wirtschaftswissenschaften
Abstract:
Die gesetzliche Krankenversicherung zeichnet sich dadurch aus, dass es den Versicherern nicht wie in anderen Versicherungssparten erlaubt ist, die Prämien gemäß dem individuellen Kostenrisiko der Versicherten zu differenzieren. Die einheitliche Prämienvorschrift zieht eine weitere Regulierung nach sich: den Risikostrukturausgleich (RSA). Denn ohne RSA hätten Kassen einen großen Anreiz, Risikoselektion zu betreiben und damit Ressourcen zu verschwenden. Der RSA teilt aber das Schicksal aller zweitbesten Instrumente: Angesichts von explizit nicht lösbaren Zielkonflikten ist das Regulierungsergebnis ungewiss. Vor diesem Hintergrund versucht der vorliegende Aufsatz eine Einschätzung eines Entwurfs zur Reform des RSA, der dem Deutschen Bundestag zur Beratung vorliegt.