Felder, Stefan:
Im Alter krank und teuer? - Gesundheitsausgaben am Lebensende
2008
In: G+G Wissenschaft, Heft 4, S. 23 - 30
Artikel/Aufsatz in Zeitschrift2008Wirtschaftswissenschaften
Titel:
Im Alter krank und teuer? - Gesundheitsausgaben am Lebensende
Autor(in):
Felder, StefanLSF
Erscheinungsjahr
2008
Erschienen in:
Titel:
G+G Wissenschaft
in:
Heft 4, S. 23 - 30

Abstract:

In den letzten Lebensmonaten eines Menschen steigen die Ausgaben für medizinische Versorgung in der Regel stark an. Im Versuch, das Leben zu verlängern, wird im letzten Lebensjahr für Gesundheit im Durchschnitt mehr als das Zehnfache ausgegeben als für überlebende Menschen in einem Jahr. Die Gesundheitsausgaben (ohne Pflegekosten) für über 65-Jährige sinken am Lebensende mit zunehmendem Alter. Diese in vielen Studien aus mehreren Ländern bestätigten Ergebnisse haben Konsequenzen für den Zusammenhang zwischen steigender Lebenserwartung und Pro-Kopf-Gesundheitsausgaben: Die demografische Alterung hat nur einen schwachen Einfluss auf die Gesundheitsausgaben einer Bevölkerung. Alternative Thesen, die davon ausgehen, dass altersspezifische Ausgaben nur von den Fortschritten der medizinischen Technik abhängen (Status-quo-Hypothese) oder – das andere Extrem – aufgrund einer „Medikalisierung des Alters“ deutlich ansteigen (Medikalisierungsthese), finden hingegen keine empirische Bestätigung.