Felder, Stefan; Werblow, Andreas:
Der Einfluss von freiwilligen Selbstbehalten in der gesetzlichen Krankenversicherung: Evidenz aus der Schweiz
2003
In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 123 (2003), Heft 2, S. 235 - 264
Artikel/Aufsatz in Zeitschrift / Fach: Wirtschaftswissenschaften
Titel:
Der Einfluss von freiwilligen Selbstbehalten in der gesetzlichen Krankenversicherung: Evidenz aus der Schweiz
Autor(in):
Felder, Stefan im Online-Personal- und -Vorlesungsverzeichnis LSF anzeigen; Werblow, Andreas
Erscheinungsjahr
2003
Erschienen in:
Schmollers Jahrbuch, Jg. 123 (2003), Heft 2, S. 235 - 264

Abstract:

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Selbstbehalten in der gesetzlichen Krankenversicherung der Schweiz. Sie stützt sich auf Daten von 75 000 Personen aus dem Kanton Zürich, die von 1997 bis 1999 bei einer Schweizer Krankenkasse im Rahmen der Ordentlichen Krankenpflegeversicherung versichert waren. Das Gesetz räumt den Versicherten die Möglichkeit ein, sich über die minimale Kostenbeteiligung von 230 Franken (€ 160) hinaus für einen Selbstbehalt von bis zu 1200 Franken (1030 €) zu entscheiden. Weil die Versicherten ihren Vertrag in Erwartung ihres zukünftigen Bedarfs an medizinischer Versorgung auswählen, ist es methodisch anspruchsvoll, den Effekt von freiwilligen Selbstbehalten auf die Nachfrage nach medizinischen Leistungen zu schätzen. Unter Berücksichtigung der Endogenität der Vertragswahl können wir zeigen, dass Selbstbehalte zu einer signifikanten Reduktion der Ausgaben führen.