Information und Kommunikation bei mediengestütztem Lernen. Entwicklungslinien und Perspektiven mediendidaktischer Forschung.

In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, Jg. 3 (2000) ; Nr. 1, S. 111-129
ISSN: 1434-663X
Zeitschriftenaufsatz / Fach: Erziehungswissenschaften
Abstract:
Die Medienpädagogik beschäftigt sich mit Medien, die für Zwecke des Lehrens und Lernens Einsatz finden. Die Anzahl an Publikationen zu mediendidaktischen Fragen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen ebenso wie das Gewicht von Medienfragen in der pädagogischen Diskussion. Dabei nimmt die Auseinandersetzung zu Konstruktivismus - aufgefaßt als Gegenpol zu Behaviorismus und Kognitivismus - in der mediendidaktischen Theoriediskussion einen erheblichen Stellenwert ein. Tatsächlich ist die grundsätzliche Frage, wie ( ob) Wissen erworben und weitergegeben werden kann, für die Mediendidaktik von hoher Relevanz. Doch Wissens- und Lerntheorien ersetzen keine eigentlich mediendidaktische Modellbildung zur Konzeption medialer Lernangebote. Um zu untersuchen, was also mediendidaktische Forschung ausmacht, wird die Entwicklung von Forschungsgegenstand und von Forschungsansätzen in der Mediendidaktik diskutiert. Als zentrale mediendidaktische Untersuchungs - und Entscheidungsdimensionen werden dabei die Informations- und Kommunikationskomponente des mediengestützten Lernens differenziert. Der Beitrag zeigt auf, wie sich das Verhältnis dieser beiden Komponenten durch aktuelle Entwicklungen der Medientechnik verändert, und diskutiert die Konsequenzen und Perspektiven für die mediendidaktische Forschung. (DIPF/Orig.)