Jobeir, Asaad:

Aus dem King Faisal Spezialist Hospital & Research Centre und dem Zentrum für Kinderheilkunde Abteilung für Pädiatrische Kardiologie : wie sicher ist die Ketamin- und/oder Midazolamgabe in geringer Dosierung während der Herzkatheteruntersuchung

Essen (2001), 62 Bl.
Dissertation / Fach: Medizin
Medizinische Fakultät » Universitätsklinikum Essen » Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin » Klinik für Kinderheilkunde III
Galal (Doktorvater, Betreuerin)
Schmaltz, Achim A. (GutachterIn)
Dissertation
Abstract:
Ketamin und Midazolam sind häufig verwendete Sedativa bei Kindern während Herzkatheteruntersuchungen. Der Gebrauch dieser Medikamente hat bewiesen, dass bei niedriger Dosierung nur mit minimalen kardiovaskulären und/oder respiratorischen Nebenwirkungen zu rechnen ist. Unser Anliegen war es anhand einer retrospektiven Studie zu untersuchen, wie sicher die Gabe dieser Sedativa sind. Die Akten von 154 Patienten, die insgesamt 205 Herzkatheteruntersuchungen erhielten, gingen in die Studie ein. Bei neunundsiebzig Untersuchungen wurde nur Ketamin, bei 35 Midazolam und bei 91 die Kombination von beiden verabreicht. Die Blutdruckwerte fielen nach Eingriff statistisch signifikant ab. Die Herzfrequenz stieg signifikant an. Die Änderungen waren aber von keiner klinischen Relevanz. Die O2 Sättigung blieb unverändert. Es gab keine Mortalität. Wir teilten die Patientendaten in zwei Gruppen auf. Bei 21 Prozeduren war der Anästhesist anwesend und bei 184 war er nicht anwesend. Die Patienten der ersten Gruppe waren signifikant jünger und wogen weniger als in der zweiten Gruppe. Beide Gruppen waren vergleichbar bezüglich Komplexität des Herzfehlers, Art und durchschnittlicher Länge des Eingriffs. Bezüglich der applizierten Sedativa, zeigten beide Gruppen vergleichbare Dosen. Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen beiden Gruppen vor den Eingriffen im Bezug auf den mittleren Blutdruck, jedoch waren signifikante Unterschiede im systolischen und diastolischen Blutdruck nachzuweisen. Die Unterschiede waren von keiner klinischen Relevanz. Vor dem Eingriff zeigte die erste Gruppe eine signifikant höhere Herzfrequenz als die zweite Gruppe. Nach dem Eingriff wird kein signifikanter Unterschied zwischen beiden Gruppen bezüglich der Herzfrequenz beobachtet. Weiterhin bestanden keine signifikanten Unterschiede der Sauerstoffsättigung zwischen den untersuchten Gruppen.