Probleme qualitativer Sozialforschung : Zur Entwicklungsgeschichte der Objektiven Hermeneutik

Frankfurt/Main; New York: Campus Verlag (1986) (Campus: Forschung ; Bd. 485), 308 Seiten
ISBN: 3-593-33612-x
Buch / Monographie / Fach: Kommunikationswissenschaft
Abstract:
Die Anzahl der sozialwissenschaftlichen Studien, die nach eigenem Verständnis mit qualitativen Methoden arbeiten, ist seit Ende der 70er Jahre sprunghaft angestiegen. Gründe für diese Entwicklung auszumachen liegt nicht im Interesse dieser Arbeit. Bei der Fülle der Studien, die sich auf dem qualitativen Feld tummeln, fällt es nicht leicht, eine Ordnung aufzufinden. Phänomenologisch sich verstehende Milieurekonstruktionen, konversationsanalytisch arbeitende Forschungsvorhaben, Diskursanalysen, sprechakttheoretisch orientierte Arbeiten, durch die Psychoanalyse sich definierende Ansätze, sozialwissenschaftliche und Objektive Hermeneutik und viele weitere Spielarten qualitativer Sozialforschung existieren - nicht immer friedlich - nebeneinander. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, aufgrund der Rekonstruktion der Entwicklung eines prototypischen Forschungsansatzes qualitativer Sozialforschung exemplarisch methodologische und methodische Fragen, die Bestandteil jeder interpretativen Arbeit sind, darzustellen und die von dem untersuchten Forschungsansatz entwickelten Antworten zu diskutieren. Ich hoffe, auf diese Weise die viel zu wenig betriebene Methodologie- und Methodendiskussion innerhalb des qualitativen Paradigmas anzuregen und somit zu seiner wissenschaftstheoretischen Fundierung einen kleinen Teil beizutragen.