Blaschczok, Hedwig Christine:
Lebenserwartung und Lebensqualität nach arterieller Switch Operation
Essen, 2001
Dissertation / Fach: Medizin
Medizinische Fakultät » Universitätsklinikum Essen » Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin » Klinik für Kinderheilkunde III
Titel:
Lebenserwartung und Lebensqualität nach arterieller Switch Operation
Autor(in):
Blaschczok, Hedwig Christine
Betreuer(in), Doktorvater:
Schmaltz, Achim A. im Online-Personal- und -Vorlesungsverzeichnis LSF anzeigen
Erscheinungsort:
Essen
Erscheinungsjahr:
2001
Umfang:
70 Bl. : Ill., graph. Darst.
URN:
DuEPublico ID:
Signatur der UB:
Notiz:
Essen, Univ., Diss., 2001

Abstract:

Die TGA (Transposition der Großen Arterien) ist ein lebensbedrohlicher angeborener Herzfehler, der in den ersten Lebenstagen anatomisch korrigiert werden kann. Die ASO (Arterielle Switch-Operation) ist heutzutage die Methode der Wahl zur Korrektur der TGA. Zwischen 6/84 und 8/99 wurden 364 Patienten mit einfacher TGA (267), TGA mit Ventrikelseptumdefekt (73) und Tausssing-Bing-Anomalie / Double outlet right/left ventricle (24) mittels ASO korrigiert. Das Alter der Patienten betrug median 11 Tage. Die 30 Tage Mortalität betrug 5,2% (19/364) für das gesamte Kollektiv, die Spätmortalität 1,7% (6/345). Solange die Herzkranzarterien nicht intramural oder intramyokardial verliefen, war das Verteilungsmuster der Koronargefäße ohne Einfluss auf das Ergebnis (13/332, 3,9%). Bei intramuralem oder intramyocardialem Verlauf war die Frühmortalität signifikant erhöht (6/32, 19%, p=0.003). Spät postoperativ verstarben 6 Patienten, 3 davon an den Folgen der suboptimalen Relokation von Koronararterien mit anormalem Verteilungsmuster. Bedeutende assoziierte Herzfehler, das Alter bei der OP, ektopische Koronarostien haben in unserem Krankengut keinen Einfluss auf die Operationsmortalität. Die Reoperationrate ist niedrig (19/339; 5,6%), jedoch bei TGA mit VSD höher, insbesonders bei bereits bestehender rechtsventrikulärer Ausflussbahn Obstruktion. Der Follow-up (329/339 97,%; davon 97% in NYHA I; 97% im Sinusrhythmus, nur 3 Herzschrittmacher; II° und II-III° Aorteninsuffizienz in 3,6%, nur 9 Patienten mit kardialer Therapie) ergab gute Resultate. 97% der Kinder entwickeln sich normal. Da jedoch angio- und echokardiographisch pathologische postoperative Befunde erhoben wurden, besteht eine gewisse Sorge hinsichtlich des weiteren Langzeiterfolges. Die sehr guten Langzeitergebnisse zeigen, dass die ASO, unabhängig von Koronarmustern, die optimale Methode zur Korrektur einer einfachen TGA, einer komplexen TGA und speziellen Formen von Double outlet right ventricle ist.