Bioverfügbarkeit, Bioakkumulation und Toxizität der Platingruppenelemente Pt, Pd und Rh in aquatischen Organismen.

In: Zwischenbericht anlässlich des Statusseminars des BW-PLUS am 1. und 2. März 2000 im Forschungszentrum Karlsruhe
Karlsruhe: Zoologisches Institut I, Ökologie-Parasitologie, Universität Karlsruhe (2000), S. 12 Seiten
Buchaufsatz / Kapitel / Fach: Biologie
Abstract:
Seit Beginn der 80iger Jahre werden in Deutschland durch den Einsatz von Autoabgaskatalysatoren
in zunehmendem Umfang die katalytisch wirksamen Platingruppenelemente (PGE)
Platin, Palladium und Rhodium emittiert. Jedoch ist bisher unklar, ob diese Metalle für die
aquatische Biosphäre verfügbar sind, folglich aufgenommen und akkumuliert werden können.
Ziel des hier vorgestellten Forschungsvorhabens ist es, mit verschiedenen aquatischen Organismen
zunächst die Frage der Bioverfügbarkeit der Kfz-bürtigen PGE zu klären. Im Rahmen dieses
Projektes konnte nun erstmalig nachgewiesen werden, dass das bisher aufgrund der schwierigen
Spurenanalytik kaum untersuchte Pd bioverfügbar ist. Nach nur vierwöchiger Exposition von
Aalen in Hälterungswasser mit Straßensediment (10 kg/100 l) fand sich in der Leber exponierter
Aale eine mittlere Pd-Konzentration von 0,18 ± 0,05 ng/g (FS). Sobald die z.Z. noch laufenden
Expositionsversuche abgeschlossen sind, lässt sich auch für Pt und Rh die Frage der
Bioverfügbarkeit quantifizieren und das Ausmaß der PGE Akkumulation einschätzen.